Ledersattel für Fahrrad weicher bekommen

ledersattel-weicher-bekommenBeim Thema Fahrradsattel gibt es viele unterschiedliche Meinungen. Unterm Strich gibt es hier keine pauschalen Empfehlungen, die individuelle Präferenz entscheidet. Sicher aber ist, dass Sie nicht einfach irgendeinen Sattel verwenden sollten, besonders wenn Sie viel und lange mit dem Bike unterwegs sind. Als Kontaktpunkt zwischen Fahrer und Zweirad lohnt es sich, auf eine gewisse Qualität, Funktionalität, Komfort und Haltbarkeit zu achten. Ein klassischer Ledersattel bietet hier viele Vorteile, aber auch einige kleine Nachteile.

So bekommen Sie Ihren Fahrrad-Ledersattel weicher

Nicht nur für Retro- und Vintage-Fans ist ein schöner Sattel aus Leder in Sachen Optik kaum zu übertreffen. Das Aussehen allein ist aber natürlich als Kaufargument nicht ausreichend. Bei einem Sitz aus Leder dreht sich alles um die richtige Pflege dieses natürlichen Materials. Wird der Sattel ordentlich und regelmäßig gepflegt, dankt er es Ihnen mit einer nahezu unendlichen Haltbarkeit. Diese Tatsache kann dann über die vergleichsweise hohen Anschaffungskosten hinwegtrösten. Die passende Pflege sorgt außerdem dafür, dass der Ledersattel den Ruf genießt extrem bequem zu sein. Allerdings nicht vom ersten Tag an – er muss erst eingefahren werden. Zudem gibt es verschiedene Methoden, damit das Leder des mitunter noch harten Sattels geschmeidiger wird und Ihnen keine Probleme beim Sitzen bereitet. Nachfolgend beschreiben wir Ihnen die gängigsten Methoden.

Sattelöl oder Lederspray

Für Echtledersättel können Sie Sattelöl aus dem Reiterfachhandel verwenden. Das Produkt macht Ihren Sattel weicher und geschmeidiger. Massieren Sie hierfür das Öl sorgfältig in das Leder ein und legen Sie den Sattel für mindestens 24 Stunden beiseite. Die Prozedur kann, bei Bedarf, mehrmals wiederholt werden, bis der Naturstoff die gewünschte Weichheit erlangt hat. Alternativ können Sie auch Lederspray aus dem Schuhfachhandel verwenden. Dies hat eine ähnliche Wirkung. Verfahren Sie hier genauso wie mit dem Öl und sprühen Sie den Sattel ausreichend ein.

Leder walken

Die Methode des Walkens erfordert ein kleines bisschen mehr Aufwand, dafür reicht allerdings zuvor der Gang in die Drogerie um die benötigten Materialien zu besorgen. Ein Fachhandel muss nicht aufgesucht werden. Zunächst müssen Sie Ihren Sattel leicht anfeuchten. Anschließend reiben Sie ihn dick mit herkömmlicher Kernseife ein. Nun ist Handarbeit gefragt: Mit einem Gummihammer klopfen Sie nun das Leder weich. Rollen Sie auch mit dem Stiel des Hammers über das Leder, bis Ihnen dieses weich genug erscheint.

Sattelfett

Die Sattelfett-Methode erscheint möglicherweise etwas ungewöhnlich, wird aber durchaus nicht selten verwendet. Reiben Sie Ihren ledernen Fahrradsitz mit Sattelfett ein und heizen Sie Ihren Backofen vor. Geben Sie anschließend den Sattel für etwa 20 bis 30 Minuten bei 50°C in den Ofen. Danach montieren Sie Ihren Sitz und fahren einige Kilometer, der Sattel kann sich so umgehend gut an Ihr Gesäß anpassen. In den darauffolgenden Tagen sollten Sie täglich eine kleine Tour zurücklegen. Aber Achtung – das Sattelfett kann noch eine Weile abfärben. Am besten tragen Sie für eine Weile ältere Kleidung beim Fahrradfahren.

Schützen Sie Ihren Ledersattel vor Regen und Nässe

Wenn Ihr Ledersattel sich mit der Zeit an Ihr Gesäß angepasst hat, kann er mit der richtigen Pflege ein Leben lang ein treuer Begleiter sein. Achten Sie darauf, dass Leder nicht gern im Regen verweilt. Stellen Sie Ihr Bike immer sicher und trocken unter. Eine Sattelschutzhaube kann zudem eine lohnende Investition sein.