Fahrradlampe flackert bei langsamer Fahrt

fahrradlampe-flackert-bei-langsamer-fahrtEine zuverlässig funktionierende Fahrradbeleuchtung ist extrem wichtig für die eigene Sicherheit – aber auch für die Sicherheit der anderen Verkehrsteilnehmer. Schließlich geht es nicht nur darum, dass man selbst genug sieht, mindestens genauso wichtig ist es von anderen gesehen zu werden. Umso wichtiger ist es, dass die Fahrradbeleuchtung zuverlässig und einwandfrei funktioniert. Plötzliche Aussetzer der Lichtversorgung vom Scheinwerfer und Rücklicht können mitunter schlimme Folgen haben.

Verantwortlich für die Versorgung ist die Lichtanlage am Fahrrad, wobei die gewünschte Helligkeit mittels verschiedener Methoden zustande kommen kann:

Lichterzeugung per Seitenläuferdynamo

Der Seitenläuferdynamo war viele Jahre lang die gängigste Form der Stromerzeugung am Bike. Über ein bei der Fahrt am Reifen mitlaufendes Rädchen wird die benötigte Elektrizität für den Scheinwerfer gewonnen. Dieses Prinzip ist genauso simpel wie anfällig. Neben dem Mehraufwand beim Treten fällt besonders die Anfälligkeit bei Feuchtigkeit und Regen auf. Hierbei kann es passieren, dass das Rädchen „durchrutscht“ und somit die Stromerzeugung unterbrochen wird oder sogar ausfällt. Das hat ein Flackern des Scheinwerfers zur Folge, im schlimmsten Fall stehen Sie komplett ohne Licht da. Wenn Sie bei trockenem Wetter ein Flackern feststellen, kann es sein, dass Sie zu langsam unterwegs sind oder dass der Dynamo nicht richtig eingestellt ist. Das Rädchen des Dynamos muss so ausgerichtet sein, dass dieses im aktiven Zustand jederzeit den Reifen kontaktiert. Es darf also nicht zu weit entfernt sein. Eine ungefähre Entfernung im gelösten Zustand von einem Zentimeter vom Reifen, beziehungsweise von der Flanke, gilt bei vielen Bikes als optimal. In manchen Fällen ist das Röllchen auch einfach nur abgenutzt, so dass es ebenfalls „durchrutscht“ und nicht ausreichend Kontakt bekommt. Das Röllchen ist ein Verschleißteil und kann ganz einfach selbst erneuert und ausgewechselt werden.

Batterielichter am Fahrrad

Wenn Sie Batterien oder Akkus für Ihre Lichter am Fahrrad verwenden, sind Sie gut beraten stets Ersatz parat zu haben. Nicht immer macht sich eine schwindende Batterieleistung zunächst durch Flackern oder schwächer werdendes Licht bemerkbar. Mit einem einfachen Batterieaustausch können Sie also schnell reagieren, wenn Sie unerwartet im Dunkeln stehen.

Nabendynamos als Stromerzeuger am Fahrrad

Auch wenn der Nabendynamo von Haus aus etwas teurer und schwerer ist als andere Energiequellen, wird er doch mittlerweile an nahezu allen höherwertigen Bikes verbaut. Warum? Er ist leise, benötigt so gut wie keinen Wartungsaufwand und ist extrem zuverlässig und robust. Regen und Schmutz können ihm in der Regel nichts anhaben. Allerdings kann es vorkommen, dass das Licht bei geringer Geschwindigkeit flackert. Dies hängt mit der durch Rotation entstehenden Wechselstromfrequenz zusammen und sollte sich bei Geschwindigkeiten oberhalb der 8 km/h-Grenze schnell erledigt haben. Werden LED-Lichter mit einer sehr hohen Lichtleistung verwendet, können auch etwas höhere Geschwindigkeiten vonnöten sein. Dieses Phänomen ist völlig normal und stellt keinen Defekt dar.

Ein Kondensator, wie er bei Fahrradbeleuchtungen mit Standlichtfunktion verwendet wird, kann Abhilfe schaffen. Dieser speichert genug Strom um die Beleuchtung für einige Minuten zu betreiben, so dass ein geschwindigkeitsbedingter Leistungsabfall beim Licht ausgeglichen werden kann. Wenn Sie grundsätzlich eher langsamer unterwegs sind oder oft anhalten, kann sich die (zusätzliche) Verwendung von akkubetriebenen Leuchten lohnen. Allerdings müssen diese immer ausreichend aufgeladen sein und auch nach einer Weile ausgetauscht werden. Kondensatoren für die Fahrradbeleuchtung hingegen, auch „Gold Caps“ genannt, sind wartungsfrei und unterliegen nicht dem natürlichen Verschleiß. Ihre Kapazität ist allerdings lange nicht so groß wie die der hinlänglich bekannten Akkus.