Alkohol und E-Bike – welche Promillegrenze gilt?

Promillegrenze für E-Biker höher als bei Autofahrern

alkohol-und-e-bike-welche-promillegrenze-giltNicht nur für Autofahrer gilt eine Promillegrenze, ab der das Fahrzeug nicht mehr bewegt werden darf. Auch für Fahrradfahrer und somit auch für E-Biker gibt es eine entsprechende Promillegrenze. Die meisten Autofahrer wissen, ab wann sie Ihr Auto nicht mehr fahren dürfen – jedoch wissen die wenigsten E-Biker, wie dies für sie geregelt ist. Durch das Oberelandesgericht Karlsruhe wurde in einem Urteil festgehalten, wie hoch die Promillegrenzen für Fahrradfahrer und E-Biker ist.

Oberlandesgericht Karlsruhe hat Promillegrenze für E-Biker festgelegt

Laut Oberlandesgericht Karlsruhe sind Elektrofahrräder mit Begrenzung der motorunterstützten Geschwindigkeit auf 25 km/h (sogenannte Pedelecs) strafrechtlich nicht als Kraftfahrzeug zu sehen.

Diese Entscheidung wurde vom OLG festgesetzt, nachdem ein Pedelec-Fahrer mit einer Fahrradfahrerin zusammenstieß, da sie die Vorfahrt missachtete. Jedoch hatte der E-Biker immerhin 1,59 Promille Alkohol im Blut. Gemäß Bußgeldkatalog gelten Fahrradfahrer – also auch E-Biker mit Pedelecs bis zu 25 km/h – aber erst ab einem Wert von 1,6 Promille als fahruntüchtig.

Für Autofahrer hingegen gilt eine Promillegrenze von 0,5. Absolut fahruntauglich gilt man bereits mit 1,1 Promille Alkohol im Blut.

Bei Pedelecs ist die Motorleistung auf 250 Watt begrenzt und die Geschwindigkeit wird vom Motor nur bis 25 km/h unterstützt – daher gilt also für E-Biker die gleiche Alkoholgrenze wie bei herkömmlichen „normalen“ Fahrrädern. Wer mit einem Elektrofahrrad unterwegs ist, sollte aber immer bedenken, dass bereits „auffälliges Fahrverhalten“ mit 0,3 Promille Alkohol im Blut geahndet werden kann.

Tags: E-Bike, Pedelec