Darauf sollten Sie bei der E-Bike Probefahrt achten

darauf-sollten-sie-bei-der-e-bike-probefahrt-achtenWenn Sie auf der Suche nach einem (neuen) E-Bike sind und schon eine Grundlage für Ihre Kaufentscheidung haben – also zumindest in der Theorie wissen, welches E-Bike es wohl werden soll, gehört eine Probefahrt mit dem E-Bike unbedingt mit auf Ihre Check-Liste für den E-Bike-Kauf. Es ist sehr wichtig, mit dem Pedelec eine Runde – oder am besten sogar mal einen ganzen Tag – zu radeln. So finden Sie bei dieser Probefahrt heraus, ob das ausgewählte E-Bike wirklich zu Ihnen und Ihrem Fahrstil passt. Gerade, wenn Sie länger damit unterwegs sind, können Sie in Ruhe die verschiedenen Gegebenheiten und Möglichkeiten ausprobieren und das Bike auf Herz und Nieren prüfen. Unsere Kurbelix-Experten erläutern nachfolgend, worauf Sie bei der Probefahrt achten und auch welche Fahrmanöver Sie bei der Testfahrt durchführen sollten, um alle Eigenschaften Ihres Wunsch-E-Bikes zu erfahren.

Display am E-Bike

Schauen Sie sich das Display Ihres künftigen E-Bikes genau an. Ist es leicht verständlich und quasi selbsterklärend? Oder müssen Sie allzeit eine Bedienungsanleitung mit sich rumschleppen bzw. auf Ihrem Smartphone hinterlegt haben, um jeden Schritt nachzulesen? Ist das Display gut beleuchtet? Ist es auch bei hellem sonnigen Tageslicht gut lesbar? Können die Knöpfe auch während der Fahrt gut bedient und gedrückt werden? Wie ist der Druckpunkt für das Handling? Probieren Sie das auch unbedingt mit Handschuhen für die kalte Jahreszeit aus – sonst kann es passieren, dass es im Winter ein ärgerliches Erwachen gibt, wenn Sie mit Ihren Handschuhen nichts bedienen können. Ist eine Remote-Bedienung verfügbar, damit Sie auch während der Fahrt ganz entspannt und gefahrlos zwischen den Unterstützungsstufen wechseln können? Sie sehen, bereits hier gibt es eine Menge auszuprobieren und ganz wichtig: Nicht nur im Stand, sondern auch während der Fahrt.

LEDs anstelle Display am Elektrofahrrad

Es gibt durchaus E-Bikes, die kein Display haben, sondern mit LEDs aufwarten, welche z.B. den Unterstützungsmodus anzeigen. Hier ist es wichtig, darauf zu achten, dass die LEDs auch in starkem Sonnenlicht gut sichtbar sind und während der Fahrt erkannt werden. Diese Variante gibt es aber heutzutage kaum noch auf dem Markt, das Display hat sich immer mehr durchgesetzt.

Welcher Akku am E-Bike?

Ist an Ihrem Test-Bike der Akku fest integriert oder können Sie ihn abnehmen? Ein abnehmbarer Akku ist gut, wenn ma nicht immer direkt neben dem Pedelec die Möglichkeit hat, zu laden, so können Sie ganz einfach den Akku entnehmen und zum Aufladen mit in die Wohnung oder das Hotel nehmen.

Ist die Ladebuchse gut zu erreichen mit dem Stecker oder ist es eher umständlich? „Mal“ kann man damit leben, aber wenn das Laden Ihres E-Bikes aufgrund einer schlecht positionierten Ladebuchse eher zum täglichen Kampf wird, kann das auf Dauer schon sehr nervig werden.

Rad-Geometrie muss zum E-Biker passen

Ein ganz wichtiger Punkt ist auch die Geometrie des E-Bikes. Kommen Sie mit dem Einstieg gut klar? Oder ist es nur eine Alternative? Dann sollten Sie eine andere Variante wählen, da auch dieser Punkt langfristig unbedingt passen muss. Ebenso muss die Ergonomie des E-Fahrrades zu Ihnen passen: Abstand zwischen Sattel, Lenker und Pedalen? Es ist sehr wichtig, dass Sie sich im E-Bike-Fachhandel vor der Probefahrt das Pedelec optimal und exakt auf Ihre Körpermaße einstellen lassen. Auch wenn es etwas aufwändiger ist, aber es soll ja schließlich alles passen, damit Sie nach der Probefahrt überzeugt sind und das E-Bike kaufen möchten. Daher haben Sie bitte keine Scheu, den Verkäufer darauf anzusprechen.

E-Bike-Motor

Wie setzt der Motor ein beim Radeln? Wenn es eher ein ruckartiges Vorhaben ist und nicht im angenehmen Bereich, sollten Sie klären, ob dies immer so ist und sonst lieber wechseln. Auch wichtig ist, ob die Motorsteuerung schnell und zügig reagiert oder doch eher verzögert. Gibt es auch beim Fahren eines Anstieges noch genug Power vom Motor, um diesen gut und mit passendem Schub zu bewältigen?

Motorsteuerung prüfen

Ebenso sollten Sie darauf achten, ob der Motor eher noch unangenehm lange nachschiebt, obwohl Sie gar nicht mehr in die Pedale treten. Setzt der Motor beim Anfahren eher ruckartig und verzögert ein - speziell auch beim Betätigen der Pedale?

Genug Power durch die Unterstützungsleistung – auch am Berg?

Während Ihrer Probefahrt sollten Sie unbedingt gängige Fahr-Gegebenheiten radeln, die Sie sonst auch täglich fahren würden im Alltagsgebrauch. Schlechte Untergründe, geflickte Straßen, und auch Steigungen sollten unbedingt gefahren werden. Reicht hier die Unterstützung aus, Ihr E-Bike bleibt in der Spur und bekommt weiterhin einen zuverlässigen Schub? Ebenso sind Bergabfahrten auszutesten – können Sie es gut kontrollieren und mit der Bremse entsprechend dosieren?

Basis-Rad ohne Motorunterstützung

Was ist, wenn der Akku mal einen Defekt hat bzw. aufgebraucht ist und Sie unterwegs keine Möglichkeit haben, zu laden? Testen Sie also unbedingt auch das Basis-Rad in Ihrem E-Bike. Wie ist das Fahrverhalten ohne Motorunterstützung? Können Sie weiterhin gut radeln und in die Pedale treten? Wie sind die Reaktionen des Pedelecs im langsamen und auch im schnelleren Tempo – ohne Motorunterstützung? Fahren Sie auch unbedingt einige Kurven und Wendungen – sind auch diese Fahrprofile ohne Motor gut zu fahren?

Fahrverhalten vom E-Bike

Fahren Sie beim Testride in unterschiedlichem Tempo, um das Fahrverhalten sowohl bei langsamer als auch bei schnellerer Fahrt zu prüfen. Können Sie Ihr E-Bike immer gut beherrschen oder haben Sie evtl. Angst, dass es in einer Kurve ausbrechen könnte?

Verschiedene Unterstützungsmodi

Gibt es zwischen den jeweiligen Unterstützungsvarianten einen Unterschied? Oder ist dies eher schwammig? Dann fragen Sie bei Ihrem Händler nach, ob die Unterstützungsmodi später noch an Ihre individuellen Wünsche angepasst werden können – an vielen E-Bikes ist dies möglich.

Bremsenfunktionalität am E-Fahrrad

Machen Sie bei der Testfahrt immer wieder mal wiederholt schnelle Starts und auch Stops – auch aus höherer Geschwindigkeit. Wie ist das Bremsverhalten? Sowohl die Griffigkeit als auch die Wirksamkeit des Bremsens sollten Sie überzeugen, damit Sie sich unbedingt auch in Notsituationen sicher fühlen.

Handling aufgrund des E-Bike-Gewichtes

E-Bikes sind aufgrund des Akkus und Motors nun mal schwerer als herkömmliche Fahrräder. Daher ist es wichtig, dass Sie in der Lage sind, es auch mal ein paar Treppenstufen hoch und runter tragen zu können. Auch wenn man zu Hause Parterre eine Möglichkeit hat, sein Bike abzustellen, gibt es immer wieder mal Situationen, wo man es – kurz – tragen muss. Hat Ihr künftiges E-Bike gute Haltepunkte? Probieren Sie es aus.

E-Bike-Schiebehilfe

Bei vielen E-Bikes gibt es sogar eine Schiebehilfe für starke Steigungen. Suchen Sie sich mal eine steile Rampe und steigen vom Pedelec ab, stellen sich daneben und probieren aus, ob Sie mit dieser tollen Funktion gut zurechtkommen.

Optimalen Antriebstyp finden

Es gibt bei den E-Bikes verschiedene Antriebskonzepte:

  • Vorderrad-Nabenmotor
  • Mittelantrieb
  • Tretlagerantrieb
  • Hinterrad-Nabenmotor

Probieren Sie alle Varianten an verschiedenen E-Bikes aus, um herauszufinden, welches Ihr „Wohlfühl-Motortyp“ ist.