Mit dem E-Bike durch den Winter - Das sollten Sie beachten

Mit dem E-Bike durch den WinterDas Fahrradfahren im Winter, egal ob E-Bike oder „normales“ Fahrrad, ist zum einen Teil schlicht Geschmackssache. Auch wenn das E-Bike erst Recht im Winter seine besonderen Vorteile ausspielt: So können Sie sich zum Beispiel ab der Haustür witterungsgerecht kleiden – ein Umziehen am Arbeitsplatz wegen eventuellem Schwitzen beim Fahren entfällt für gewöhnlich.

Ein höherer Wartungsaufwand für das Bike aufgrund von Verschmutzungen, Schnee und Matsch sollte allerdings immer eingeplant werden.

Zum anderen Teil ist die Nutzung des Zweirads für manche Menschen unerlässlich, weil es als Hauptverkehrsmittel, mitunter sogar als Autoersatz, dient.

In diesem Fall sollten Pflege und Wartung besondere Beachtung finden, damit das E-Bike auch in der kalten Jahreszeit ein zuverlässiger Partner bleibt. Das gilt vor allem auch für die Lichtquellen, die Bereifung sowie die Bremsanlage.
Beachten Sie auch, dass Eis und Schnee für alle Verkehrsteilnehmer eine Herausforderung darstellt. Kommen schlechte Lichtverhältnisse hinzu kann schnell eine Gefahrensituation entstehen.
Besonders zu erwähnen ist auch die Tatsache, dass gerade E-Biker und deren Geschwindigkeit von Autos unterschätzt werden, da sie mitunter nicht umgehend von anderen Radlern zu unterscheiden sind.

Nachfolgend beschreiben wir Ihnen einige Möglichkeiten, um die winterlichen „Schwachstellen“ eines E-Bikes gut wie möglich auszutricksen.

1) Kälteschutz für die E-Bike-Batterie

Das Hauptaugenmerk im Winter liegt auf dem Akku, auch bei Nichtbenutzung. Der Energiespeicher mag keine frostigen Temperaturen und fühlt sich für gewöhnlich bei 5°C bis 20°C am wohlsten.
Unter dem Gefrierpunkt kann es passieren, dass der Li-Ionen-Akku nur noch etwa 70% seiner gewohnten Leistung abrufen kann.
Aber keine Sorge, das Problem ist nur temporär akut. Steht der Frühling vor der Haustür ist auch die Batterie wieder zu 100% leistungsfähig.

Grundsätzlich sollte der Energiespeicher bei Frost nicht draußen verweilen, sondern mit ins Warme genommen werden. Die Kontaktstellen sollten dann aber schnee- und regensicher abgedeckt werden. Beim Fahren hält er sich durch die Abgabe von Strom eigenständig warm.
Zusätzlich kann man im Fachhandel auch spezielle Neoprenhüllen zum Schutz der Batterie erwerben.
Je besser der Akku geschützt ist, umso weniger büßt man bei der Reichweite ein.

2) Ladeabstände optimieren

Als passionierter E-Biker kennen Sie die Reichweite Ihres Akkus genau. Sofern die äußeren Bedingungen gleichbleibend sind.
Ändern sich die äußeren Einflüssen, so wie das im Winter der Fall ist, hat das auch Auswirkungen auf die E-Bike-Batterie.
In diesem Fall lernen Sie Ihren Energiespeicher neu kennen. Sie müssen also Ihre Ladegewohnheiten den Gegebenheiten anpassen.
Wem das zu unsicher ist, dem hilft wahrscheinlich unser Tipp unter Punkt 3.

3) Zweit-Akku deponieren

Um auf der sicheren Seite zu sein können Sie sich einen zweiten Akku und ein weiteres Ladegerät zulegen. Dieses können Sie dauerhaft, zum Beispiel an Ihrem Arbeitsplatz, stationieren.

Achten Sie aber unbedingt darauf, dass Sie den Akku nach Ankommen am Arbeitsplatz erst an die Raumtemperatur gewöhnen lassen, bevor Sie ihn in die Ladestation stecken. Andernfalls könnte der Speicher zu Schaden kommen.

Wenn Sie nicht auf Ihr Zweirad angewiesen und es in der kalten Jahreszeit auch nicht weiter benutzen möchten, sollten Sie es ordnungsgemäß einlagern.
hier unterscheiden sich E-Bike und Fahrrad ohne elektrisch verstärkten Rückenwind kaum. Lediglich der Akku bedarf einer Sonderbehandlung.

Das Bike an sich muss zuerst natürlich gereinigt und geschmiert werden. Die Lagerung sollte trocken, möglichst staubfrei und nicht zu kalt sein, am besten im Keller oder in der Garage. Sie können das Fahrrad zusätzlich noch mit einer Plane oder einem alten Laken abdecken.

Der Akku aber sollte bestenfalls etwa bei niedriger Zimmertemperatur untergebracht werden. Da er auch bei Nichtbenutzung Strom verbraucht und dieser nicht vollständig entladen gelagert werden sollte, achten Sie darauf, dass der Akku vor dem „Winterschlaf“ zu ca. 50% - 80% aufgeladen ist. Nach einigen Wochen sollten Sie den Ladezustand kontrollieren.
Vor der ersten Fahrt in der neuen Fahrradsaison sollte die Batterie zunächst einmal voll aufgeladen werden.

Wie auch immer Sie sich im Winter scheiden – schädlich ist die dauerhafte Benutzung des Fahrrads auch bei widrigeren Verhältnissen weder für Ihr Bike noch für Sie. Lediglich der Aufwand ändert sich ein wenig.
Wir hoffen unsere Tipps helfen Ihnen die Wintersaison ein bisschen besser zu meistern!

Tags: Batterie, E-Bike