Tipps um die Reichweite von E-Bike- und Pedelec-Akkus zu verlängern

reichweite-ebike-pedelec-verlaengernDer Trend zu E-Bikes und Pedelecs ist in Deutschland weiterhin ungebrochen. Die Vorteile der Zweiräder mit Tretunterstützung sind für eine breite Masse äußerst überzeugend. Längere Touren können deutlich müheloser bewältigt werden und auch Menschen mit körperlichen Einschränkungen bleibt das Vergnügen auf zwei Rädern nicht verwehrt. Das Fahren mit einem motorunterstütztem Bike gestaltet sich allerdings ein wenig anders als mit einem „normalen Fahrrad“. Im nachfolgenden Abschnitt erläutern wir Ihnen wie Sie aus Ihrem E-Bike oder Pedelec das Beste herausholen.

Ein großes Thema beim E-Biken betrifft die Reichweite des Akkus. Die Unterschiede (entscheidend ist hier die Wattstundenzahl = Wh) können bereits von Haus aus enorm sein. Dennoch ist es immer möglich mit der „richtigen“ Fahrweise den einen oder anderen Kilometer mehr herauszuholen. Andere Faktoren wiederum sind nicht beeinflussbar.

Nicht beeinflussbare Faktoren:

  • Temperatur
  • Windverhältnisse
  • Bodenbeschaffenheit
  • Eigengewicht (plus ggf. Gepäck)


Beeinflussbare Faktoren:

  • Fahrverhalten
  • Schaltverhalten
  • Pflege und Wartung


Wenn Sie in zu hohen Gängen mit einer zu niedrigen Trittfrequenz fahren, muss der Motor Ihres E-Bikes mehr arbeiten – und das verbraucht Strom. Hinzu kommt, dass Ihre Gelenke, insbesondere die Knie, stärker belastet werden. Mit einem kleinen Fahrradcomputer können Sie ganz einfach Ihre Trittfrequenz ermitteln. Die Kurbelumdrehungen pro Minute sollten etwa zwischen 60 und 80 liegen und möglichst gleichmäßig und harmonisch erfolgen. Ebenso lohnt es sich den Motor auch mal ganz abzuschalten, wenn es die Situation erlaubt, zum Beispiel auf gerader Strecke, bergab oder bei Rückenwind.

Stromfresser erkennen - Reichweite erhöhen

Ein wahrer „Stromfresser“ für den E-Bike-Akku kann das Anfahren darstellen. Sofern möglich sollten solche Situationen gemieden werden. Um den Akku beim Anfahren zu schonen schalten Sie am besten immer in einen niedrigen Gang. Ähnliches gilt bei Steigungen. Je konstanter gefahren wird, desto größer ist die Reichweite Ihres Akkus – fahren Sie also so vorausschauend wie möglich. 

Das können Sie aktiv tun, um die Reichweite zu verbessern

Viele Komponenten am E-Bike sind höheren Belastungen ausgesetzt als es bei einem „normalen“ Fahrrad der Fall ist. Dies liegt zum Beispiel am höheren Ausgangsgewicht  und an den höheren Geschwindigkeiten. Die Folge ist zumeist ein größerer Verschleiß und kürzere Wartungsintervalle. Kontrollieren Sie in regelmäßigen Abständen Ihren Reifendruck und sorgen Sie für eine saubere, gut geschmierte Fahrradkette. Dies führt zu einem geringeren Rollwiderstand und sorgt somit für eine längere Laufleistung Ihres Akkus.

Verdoppeln Sie die Reichweite mit einem Ersatz-Akku

Wer sich bei der Reichweite des Akkus sehr unsicher ist kann natürlich auch einen zweiten Stromspeicher mit sich führen. Viele Pendler verwenden zum Beispiel aber auch einfach ein zweites Ladegerät am Arbeitsplatz.

Lernen Sie Ihr E-Bike / Pedelec kennen

Wenn Sie von einem „normalen“ Fahrrad auf ein Pedelec oder E-Bike umsteigen, sollten Sie sich die Zeit nehmen, Ihr neues Fahrrad ausgiebig kennenzulernen. Die Tretunterstützung kann für ein völlig anderes Fahrgefühl sorgen, vor Allem in den Kurven. Auch das höhere Eigengewicht sollte nicht unterschätzt werden. Gönnen Sie sich eine ausgiebige Test- und Kennenlernphase um anschließend sicher am Straßenverkehr teilnehmen zu können.

Tags: Akku, E-Bike