Poröse Fahrradreifen - Ursachen und Empfehlungen

Poröse Fahrradreifen - Ursachen und EmpfehlungenEin Fahrradreifen gilt als porös, wenn er viele kleine, oberflächliche Risse an der Flanke aufweist. Diese kleinen Risse können mehrere Ursachen haben. Fahrradreifen sind verschiedenen äußeren Einwirkungen ausgesetzt. UV-Strahlen zum Beispiel sind kein Freund der Reifen. Diese können auf Dauer die kleinen Risse erzeugen, wenn das Bike längere Zeit den Sonnenstrahlen ausgesetzt ist. Grundsätzlich empfiehlt es sich, das Zweirad bei Nichtbenutzung sicher und geschützt unterzustellen.
Auch ein Seitenläuferdynamo kann auf lange Sicht die Entstehung solcher Risse fördern, vor allem wenn der Anpressdruck zu hoch ist. Durch eine dauerhafte Reibung wird so das Reifenmaterial beansprucht und langsam aber stetig abgenutzt.
Die häufigste Ursache für poröse Reifen liegt aber im falschen Luftdruck. Hierbei macht es keinen großen Unterschied ob das Fahrrad benutzt wird oder für längere Zeit ungenutzt verwahrt wird. Ist der Reifendruck zu niedrig lastet zu viel Gewicht auf dem Reifen, das Gewicht des Bikes selbst oder eben auch noch zusätzlich das des Fahrers. Diese Belastung lässt den Reifen porös werden. Das gilt auch für neue und qualitativ hochwertige Reifen, wenige Wochen reichen manchmal schon aus.

Fahren Sie nie mit zu wenig Luftdruck

Grundsätzlich sollte der Luftdruck mindestens alle vier Wochen überprüft werden. Halten Sie sich hierbei bitte genau an die Herstellervorgaben. Oft werden ein Minimal- sowie ein Maximalwert angegeben. Vor längeren Fahrten, oder auch bevor Sie Ihr Bike in die „Winterpause“ bringen, sollten Sie den Reifendruck vorsichtshalber noch einmal zusätzlich prüfen. So können Sie Ihr Bike sicher vor unnötigem und unschönem Verschleiß schützen.
In seltenen Fällen kann es auch vorkommen, dass der Fahrradreifen aufgrund falscher oder zu langer Lagerung Risse bekommen hat, auch wenn er noch gar nicht am Bike angebracht ist.   

Muss bei Rissen der Reifen unbedingt getauscht werden?

Wenn die Risse erstmal da sind ist eine Reparatur nicht möglich. Das bedeutet aber nicht, dass der Reifen sofort getauscht werden muss. Wann dies der Fall ist, ist nicht pauschal zu beantworten und benötigt ein wenig „Materialfeinfühligkeit“. Bei wirklich kleinen, ganz oberflächlichen Rissen besteht in der Regel kein akuter Grund den Reifen sofort zu wechseln. Der Zeitpunkt des Reifenwechselns hängt auch stark vom eigenen Fahrstil und dem bevorzugten Untergrund ab und benötigt deshalb ein wenig Fingerspitzengefühl. In der Regel werden die Risse aber mit der Zeit irgendwann größer. Reifen mit tiefen Furchen sollten ausgetauscht werden.