So hält ein Fahrradreifen möglichst lang

so-haelt-ein-fahrradreifen-moeglichst-langNicht nur zum alljährlichen Frühjahrs-Check – sondern auch zwischendurch immer mal - ist es sinnvoll auch die Reifen zu kontrollieren. Neben dem passenden Reifendruck achten Sie dabei unbedingt auch auf die Abnutzung des Fahrradreifens. Unser Profi-Team von Kurbelix erläutert nachfolgend gerne und informativ, worauf beim Verschleiß zu achten ist, ebenso, wie Sie einen defekten Reifen erkennen und wann ein Reifenwechsel sinnvoll ist. Sicherlich auch interessant, inwiefern es Möglichkeiten gibt, um die Haltbarkeit der Reifen zu verbessern.

Fahrradreifen am E-Bike ist elementar wichtig

Die Reifen am Fahrrad sind mit als wichtigste Teile zu zählen. Sie sorgen dafür, dass Sie gut von A nach B kommen; schließlich sind sie die einzige Verbindung zwischen dem Fahrrad und dem Untergrund. Ein Fahrradreifen ist mit Luft gefüllt und sowohl für Rollwiderstand, Traktion und auch für den Komfort des Elektrofahrrads zuständig. So sollten Sie immer aufmerksam sein und auch zügig merken, wenn mit den Fahrradreifen mal etwas nicht so in Ordnung ist, wie es eigentlich sollte.

Reifen im regelmäßigen Abstand prüfen

Vor allem nach einer Winterpause z.B. sollten Sie die Reifen unbedingt prüfen. Selbstverständlich als erstes entsprechend mittels Luftpumpe genügend Luft drauf, dabei die Reifen gleich auf kleine Risse oder andere Beschädigungen kontrollieren. Kleine Steinchen oder andere winzige Eindringlinge kommen durchaus vor, ab und an können Sie diese immer mal aus dem Reifen heraus pulen. Sonst kann es mal passieren, dass sie irgendwann komplett durchdringen.

Ausreichend Luftdruck ist das A und O bei Fahrradreifen

Es ist immens wichtig, dass der Fahrradreifen am E-Bike immer genügend und passenden Luftdruck hat. Laut Informationen vom Reifenspezialisten Schwalbe erreichen viele Fahrradreifen ihre mögliche Laufleistung nie, da diese mit zu wenig Druck gefahren werden und sie vor ihrer möglichen Kilometerleistung ausgetauscht werden müssen. Es ist sehr wichtig, dass ausreichend Luftdruck im Reifen ist, da die Last von Fahrrad und Fahrer im Fahrbetrieb sonst nicht mehr optimal getragen werden kann.

Zu wenig Luftdruck kann negative Auswirkungen auf den Fahrradreifen haben

Der Reifen verformt sich in solch einem Falle stark, da die Seitenwand überlastet wird und es somit zu Beschädigungen sowohl am Schlauch als auch am Reifen kommt. Beim Reifen entstehen noch dazu kleine Risse in der Seitenwand. Beim Schlauch können sogenannte Walkspuren entstehen; im schlimmsten Falle kann es passieren, dass dieser platzt. Wenn die Seitenwände stärker beschädigt sind als die mittlere Lauffläche, kann dies darauf hinweisen. Solch ein Verschleiß kann im Prinzip aber ganz einfach vermieden werden, wenn Sie beim Aufpumpen eine Luftpumpe mit Manometer nutzen. Dazu außerdem natürlich an die vom Hersteller angegebenen Reifendruckangaben halten. Diese Angaben (Minimaldruck, Maximaldruck) sind auf den Seitenflanken der Fahrradreifen abzulesen. Es ist noch dazu wichtig, den passenden Luftdruck auch beim Einlagern zu berücksichtigen. Wenn Ihr Fahrrad im Winter gut und trocken im Fahrradschuppen steht, ist ein platter Reifen hier nicht förderlich. Eher im Gegenteil wird die Seitenwand bei zu wenig Druck durch das lange Stehen auf einen einzigen Punkt gequetscht und somit beschädigt. Die beste Variante – nicht nur zur Wintereinlagerung – ist noch dazu, das Fahrrad hängend zu lagern. So haben die Reifen gar keinen Kontakt zum Boden und können sich nicht platt stehen.

Haltbarkeit von Fahrradreifen ist auch abhängig vom Fahrverhalten

Für Fahrradreifen gibt es keine allgemeinen Halterbarkeits-Angaben. Beim Reifenspezialisten Schwalbe gibt es je nach Reifen genannte mögliche Laufleistungen von eben mal 2.000 km bis zu immerhin 12.000 km. Die pannensicheren Marathon-Reifen von Schwalbe halten noch dazu um einiges länger als die regulären Standard-Reifen. Es ist absolut unterschiedlich und nicht zu verallgemeinern. Je nach Reifen-Modell, Einsatzzweck, Reifendruck, Straßenbelag, Außentemperaturen, Fahrverhalten - und auch das Gewicht des Bikers ist ausschlaggebend. Bei großer Hitze und noch dazu rauem Asphalt ist der Verschleiß sehr hoch.

Vorgeschriebene Profiltiefe bei Fahrradreifen?

Bei Fahrradreifen gibt es übrigens keine vorgeschriebene Profiltiefe, wie beim Autoreifen. Außer bei den S-Pedelecs, welche ja als Kleinkrafträder gelten. Bei diesen müssen die Reifen mindestens 1 mm Profiltiefe vorweisen können. Aber auch Mountainbiker – ob mit herkömmlichen oder E-MTB – sollten nicht mit abgefahrenem Profil unterwegs sein, da ihnen sonst der nötige Gripp fehlt.

Wann muss ein Fahrradreifen getauscht werden?

Recht normal im Alltag eines Fahrradreifens sind kleine oberflächliche Risse – diese sind noch keine grundlegende Gefahr. Der Reifen kann durchaus noch entspannt weitergefahren werden. Jedoch sollten Sie den Reifen immer wieder im Blick haben, denn er wird schon pannenanfälliger. Bei Gelegenheit sollten Sie sich also doch Gedanken über einen Reifenwechsel machen. Dringend getauscht werden muss der Fahrradreifen auf jeden Fall, wenn der Pannenschutz oder auch die Karkassenfäden sichtbar werden. Somit ist es immer gut und sinnvoll einen Blick auf die Reifen zu haben, um dann den passenden Moment zum Reifenwechsel zu eruieren. Sie werden nach dem erfolgten Wechsel schnell begeistert und dankbar sein, den Schritt getan zu haben. Neuere Fahrradreifen-Modelle verfügen an sich immer über verbesserte Rolleigenschaften und Gummimischungen, außerdem haben sie einen erhöhten Pannenschutz. Diese Neuerungen machen sich bei Ihrer ersten Tour schnell bemerkbar.

Fortschritt im Bereich Fahrradlicht reduziert den Reifen-Verschleiß

Eine lange Zeit wurden Fahrradreifen durch ein zu starkes Anpressen eines Seitenläuferdynamos schnell in Mitleidenschaft gezogen. Heutzutage haben die meisten Fahrräder standardmäßig Nabendynamos integriert. Diese bieten eine bessere Lichtleistung und beschädigen noch dazu den Reifen nicht. Somit hat sich das Problem der Seitenläuferdynamos mehr oder weniger von alleine beseitigt.

Anderer Reifenverschleiß bei den Sonderfällen Liegedreirad und Anhänger

Fahrradreifen wurden eigentlich für zweirädrige Fahrräder entwickelt. Daher können Abrieb und Verschleiß an den dreirädrigen Liege-Fahrrädern ohne Weiteres höher sein als beim normalen „Aufrecht-Fahrrad“. Da sich die Dreiräder ja nicht in die Kurve neigen, wie es ein herkömmliches Zweirad-Fahrrad eben macht, bleiben die Räder in fast 90 Grad zum Boden. Daher wird vor allem von ungeübten Fahrern schnell untersteuert; dies beschleunigt den Abrieb der Lauffläche. Wenn Sie einen hohen bzw. erhöhten Verschleiß der Fahrradreifen an Ihrem Liegedreirad feststellen, ist es sinnvoll, die Spur überprüfen zu lassen. Denn wenn die Spur nicht korrekt eingestellt ist, erhöht sich die Reibung auch beim Geradeausfahren durch leicht schief stehende Reifen. So wird die Lebensdauer der Reifen sonst erheblich reduziert.

Wenn Sie häufig mit einem Fahrradanhänger fahren, können Sie recht entspannt in die Reifenzukunft blicken. Bei Anhängerreifen ist die Abnutzung sehr gering. Da auf diese Reifen weder Lenk- noch Antriebs- bzw. Bremskräfte wirken, ist hier eine sehr hohe Haltbarkeit gegeben. Wenn dem jedoch nicht so ist, sollten Sie unbedingt den korrekten und optimalen Sitz der Reifen überprüfen.

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