Unterschiede zwischen "normalen" Fahrradreifen und speziellen E-Bike Reifen

unterschiede-fahrradreifen-ebike-reifenE-Bikes und Pedelecs sind durch ihr Eigengewicht und die zumeist höhere gefahrene Durchschnittsgeschwindigkeit größeren Belastungen ausgesetzt als „normale“ Fahrräder die ausschließlich mit Muskelkraft betrieben werden. Diese höheren Belastungen verursachen auch einen schnelleren Verschleiß, so dass an die bei Pedelecs und E-Bikes verwendeten Materialien andere Ansprüche gestellt werden sollten. Fahrradkomponenten, wie zum Beispiel die Kette oder insbesondere die Reifen, müssen hier deutlich robuster sein. Die allermeisten in Deutschland verwendeten „E-Bikes“ sind tretunterstützte Fahrräder bis 25 km/h und müssen somit streng genommen Pedelecs genannt werden. Im allgemeinen Sprachgebrauch hat sich allerdings der Begriff „E-Bike“ für alle tretunterstützten Fahrradarten durchgesetzt. Somit sind bei den meisten Artikeln „E-Bike ready“ Kennzeichnungen vorhanden. Die Unterscheidung erfolgt dann in der Benennung der zugelassenen Höchstgeschwindigkeit, also zum Beispiel „E-Bike ready 25“ oder „E-Bike ready 50“. Für Pedelecs schreibt der Gesetzgeber keine besonderen Fahrradreifen vor, obwohl die Belastungen auch hier bereits deutlich größer als bei normalen Bikes sein können. Das Fehlen einer solchen Vorschrift bedeutet also nicht automatisch, dass es keinen Sinn macht auf spezielle Reifen zu achten. Für einen ungetrübten Fahrspaß und zur Vermeidung häufiger kosten- und zeitintensiver Wartungsarbeiten sollte man also schon auf Ersatzteile mit entsprechender Kennzeichnung achten, auch wenn man beim Nichtverwenden nicht belangt werden kann. Dies gilt insbesondere auch bei sehr günstigen Pedelecs die zum Beispiel im Baumarkt oder Discounter erworben wurden. Hier wird zumeist günstige Standardware verwendet die zügig verschlissen ist und ersetzt werden muss. Bei schnellen E-Bikes bis 50 km/h gibt es genauere Vorgaben vom Gesetzgeber. Schnelle E-Bikes gelten vor dem Gesetz als Kleinkrafträder, anders als Pedelecs. Diese werden der Kategorie „Fahrrad“ zugeordnet und unterliegen demnach auch weniger Bestimmungen. E-Bike Reifen benötigen also eine spezielle Zulassung. Diese sind mit der europaweit gültigen „ECE-R75“ Kennzeichnung versehen. Die ECE-R75 Norm regelt die Bereifung von Krafträdern. Beim Hersteller Schwalbe finden Sie geeignete Reifen unter der Bezeichnung „E-Bike ready 50“. E-Bike Reifen die die ECE-R75 Norm erfüllen weisen zumeist einen besonders guten Pannenschutz auf, da der Reifenwechsel bei E-Bikes durch den Fahrradaufbau deutlich komplizierter ist als bei normalen Bikes und häufig in einer Werkstatt von Fachpersonal erledigt werden muss. Ein möglichst geringer Rollwiderstand, also zum Beispiel ein den Bedürfnissen entsprechendes Reifenprofil, schont zudem den Akku Ihres E-Bikes und verlängert somit die Reichweite. Grundsätzlich wiegt ein E-Bike deutlich mehr als ein herkömmliches Fahrrad, somit braucht der Reifen eine ausgewogene Gummimischung, eine stabile Karkasse und eine besonders sorgfältige Kontrolle des richtigen Luftdrucks. Eine genaue Analyse der eigenen Bedürfnisse und des Fahrverhaltens kann hier gut helfen sich im Angebotsdschungel der Hersteller zurechtzufinden. Ganz entscheidend hierbei ist zum Beispiel das bevorzugt befahrene Terrain (Straße/Asphalt oder Wald/Gelände) welches Auswirkungen auf das zu wählende Profil und damit auf Rollwiderstand und Akkuleistung hat. Bei Kurzstrecken ist eine Veränderung der Akkuleistung allerdings kaum spürbar, so dass das Hauptaugenmerk beim Reifenkauf zumeist auf den Pannenschutz gelegt wird.

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