Was ist eine Freilaufnabe?

Einfach mal rollen lassen… Sie haben sich mühsam einen Berg hinauf gekämpft, Ihr Ziel ist erreicht, nun können Sie die Abfahrt genießen. Die Freilaufnabe sorgt dafür, dass Sie die Füße auf den Pedalen stehen lassen können, ohne dass diese sich analog zu den Drehbewegungen des Rades mit bewegen.

Der Freilauf befindet sich beim Fahrrad in der Hinterradnabe. Wenn Sie das Treten einstellen oder langsamer treten als es zum Halten der aktuellen Geschwindigkeit angebracht wäre, werden die Pedale sowie die Kette von den Drehbewegungen des Rades entkoppelt. Der Freilauf wird auch Überholkupplung genannt.

Das Gegenteil zum Freilauf ist der früher übliche Starrlauf, welcher zu Beginn der Fahrradgeschichte Standard war. Hierbei waren die Pedale stets fest mit dem Hinterrad verbunden. Das bedeutet, dass die Pedale sich bei der Fahrt immer mit gedreht haben. Um die Beine zu entlasten wurden deshalb an der Fahrradgabel Fußrasten montiert, auf denen die Füße bei Bedarf abgestellt werden konnten. Wenn die Geschwindigkeit reduziert werden sollte, musste der Fahrer mit Hilfe der Pedale bei den Drehbewegungen „gegenhalten“.

Die häufigste Form des Freilaufs ist der Sperrklinkenfreilauf. Beim Treten in die Pedale verhaken sich die Klinken durch einen Spannring in der Nabenhülse, ohne Treten schleifen die Klinken ohne sich zu verhaken. Im Freilaufbetrieb ist in diesen Fahrradteilen ein „Klickern“ hörbar. Die Anzahl von Klinken und Zähnen in der Nabenhülse variieren je nach Hersteller.

Andere Formen des Freilaufs sind zum Beispiel der Rollenfreilauf, der Zahnscheibenfreilauf und der Klemmkörperfreilauf.