Warum dreht sich ein Nabendynamo in der Hand so extrem schwer? | Laufräder | Ratgeber |

Warum dreht sich ein Nabendynamo in der Hand so extrem schwer?

Warum dreht sich ein Nabendynamo in der Hand so extrem schwer?

Ein Nabendynamo ist die modernste Form der Stromerzeugung für die Fahrradbeleuchtung. So mancher wird nach dem Kauf eines solchen Lichtgenerators schon festgestellt haben, dass er sich mit der Hand extrem schwer drehen lässt. Neben der Schwergängigkeit rastert er beim Antrieb mit der Hand. Mancher mag nun îrritiert sein, weil er denkt, dass der "leichtgängige Nabendynamo" defekt sei. Das ist im Normalfall natürlich nicht so, es ist völlig normal, dass der Dynamo so reagiert.

Doch warum dreht sich der Nabendynamo mit der Hand so schwer und am Fahrrad dann augenscheinlich so leicht? Das Stichwort lautet "Polfühligkeit". Dieses sagt sicher nur eingefleischten Physikern etwas. Wir erklären Ihnen dieses Phänomen 

Dreht man die Achse des Nabendynamos mit der Hand, bemerkt man die Raststellungen, die durch die anziehenden Kräfte zwischen den Polkörpern und Dauermagneten verursacht werden. Der Fachmann bezeichnet dieses als Polfühligkeit, da man beim Drehen die einzelnen Pole sehr gut "fühlen" kann. Die Anziehungskräfte ziehen den Rotor im Inneren des Dynamos in eine bestimmte Vorzugsstellung. Um ihn aus dieser Stellung weiterzudrehen, um ihn sozusagen in die nächste "Raste" zu bekommen, wird Energie benötigt. Schnappt er in die nächste "Raste" ein, wird diese aufgewendete Energie zum Teil wieder frei.

Beim Drehen des Dynamos per Hand, also mit sehr geringer Geschwindigkeit, hat man nun das Gefühl, dass er sehr schwergängig ist. Beim Fahren mit dem Fahrrad, also beim Bewegen des Dynamos, wenn er im Laufrad sitzt, tritt dieser Effekt schon bei langsamer Geschwindigkeit kaum mehr spürbar und bei höherer bzw. normaler Fahrgeschwindigkeit gar nicht mehr spürbar auf.