Warum fahren Rennradprofis schmale anstatt breite Reifen? | Reifen & Schläuche | Ratgeber |

Warum fahren Rennradprofis schmale anstatt breite Reifen?

Warum fahren Rennradprofis schmale anstatt breite Reifen?

In dem Artikel Warum rollen breite Reifen leichter als schmale? haben wir aufgeklärt, warum Sie mit breiteren Fahrradreifen schneller unterwegs sind, als mit vergleichbaren schmalen. Wer aber schon mal ein Radrennen im Fernsehen oder sogar live gesehen hat, dem werden sicher sofort die extrem dünnen Reifen an den Rennrädern aufgefallen sein. Kein Rennradprofi fährt mit "dicken Puschen". Obwohl das Fahren damit doch effizienter sein soll? Das widerspricht sich doch nun? Nicht unbedingt. Nachfolgend erklären wir Ihnen den Hintergrund.

Mit schmalen Reifen auf dem Rennrad schneller unterwegs. Aber warum?

Bei exakt gleichem Luftdruck rollen breite Fahrradreifen tatsächlich leichter als schmale. Die schmalen Pneus fährt man aber mit extrem hohem Luftdruck. Schmale Reifen haben den Vorteil gegenüber breiten Reifen, dass der Luftwiderstand, gerade bei hohen Geschwindigkeiten, geringer ist. Aber nicht nur beim Luftwiderstand punkten die schmalen Gummis, auch in Bezug auf die Beschleunigung. Die rotierende Masse an den Rädern ist geringer, als bei breiten Fahrradreifen, von daher kann man beim Anfahren schneller beschleunigen. Diese Vorteile greifen allerdings erst und besonders bei höheren Geschwindigkeiten, wie sie vor allem bei Rennrädern vorkommen.

Schmale Reifen sind optimal für hohe Geschwindigkeiten

Rein physikalisch gesehen sind schmale Reifen erst ab ca. 20 km/h besser bzw. schneller, als Ihre dickeren Kollegen. Bei Radrennen wird sicherlich immer deutlich oberhalb von 20 km/h gefahren und nach Kurven auch wieder schnell beschleunigt, wo die schmalen Reifen punkten können.

Wurden im Rennradsport früher noch extrem dünne Reifen (18 oder 22 mm) benutzt, hat man mittlerweile die Vorteile von etwas breiteren Reifen erkannt und geht immer mehr zu 24 oder 25 mm breiten Rennradreifen über. Diese bieten einen guten Kompromiss.