Lackschäden (Kratzer & Schrammen) am Fahrradrahmen beseitigen

lackschaeden-kratzer-schrammen-am-fahrradrahmen-beseitigenGenauso wie beim Auto kann ein Lackschaden am Bike sehr ärgerlich sein. Nicht nur wenn das Fahrrad besonders teuer war oder hochwertig ist. Insbesondere wenn Sie Ihr Bike öfter an öffentlichen Orten abstellen, ist ein Lackschaden oder Kratzer aber leider nicht so selten. Ein häufiges Anlehnen an einer immer gleichen Kontaktstelle kann bereits für kleinere Blessuren sorgen. Auch wenn es unerfreulich ist, glücklicherweise lässt sich der Lack am Alu-Fahrradrahmen mit wenigen Hilfsmitteln aus dem Baumarkt schnell und einfach selbst ausbessern. Hierfür benötigen Sie die nachfolgenden Materialien, das eine oder andere haben Sie vielleicht sogar bereits in Ihrer Heimwerkstatt vorrätig.

Benötigte Hilfsmittel um den Lack des Fahrradrahemens auszubessern

  • Metallhaftgrundierung
  • Lack (in der Rahmenfarbe)
  • Lackpolitur
  • Wachs-/Silikonentferner
  • Nass-Schleifpapier (Körnung: 200, 400 und 800)
  • Baumwolltuch sowie Putztücher (fusselfrei)
  • Feiner Pinsel

Kleine Lackschäden am Fahrrad ausbessern

Geringe Mängel können einfach auspoliert werden. Hierfür können Sie eine handelsübliche Autolackpolitur verwenden. Die sehr feinen Schleifpartikel in der Politur sorgen dafür, dass eine dünne Schicht Lack abgetragen wird und verschließen gleichzeitig die Unebenheiten. Reinigen Sie die schadhafte Stelle vorab mit Wasser und Spülmittel oder mit einem Fahrradreinigungsprodukt. Streichen Sie ein wenig von der Politur auf die betroffene Stelle und verreiben Sie diese mit dem Baumwolltuch. Führen Sie gleichmäßige Hin-und-Her-Bewegungen quer zum Rohr durch, so wird die Substanz homogen in den Lack massiert.

Größere Lackschäden am Fahrrad beseitigen

  • Stärkere Schäden erfordern ein wenig mehr Aufwand. Lockere Lackreste müssen zunächst entfernt werden, um einen sauberen Übergang gestalten zu können. Verwenden Sie für diesen Arbeitsschritt das 200er Nass-Schleifpapier.
  • Anschließend bearbeiten Sie die betroffene Stelle behutsam und vorsichtig mit dem 400er Nass-Schleifpapier, bis Sie eine dreistufige Fläche (von innen nach außen: Metall – Grundierung – Lack) erreicht haben.
  • Säubern Sie nun die gesamte Stelle mit dem Silikonentferner und befreien Sie diese von eventuellen Fetten, Staub und anderen Resten. Verwenden Sie hierfür ausschließlich den Silikonentferner. Viele andere Mittel sind zu aggressiv für den empfindlichen Lack oder enthalten ungeeignete Bestandteile.
  • Wenn alles sauber ist können Sie eine dünne Schicht Metallhaftgrundierung auftragen. Für ein ebenes Endergebnis sollte die Grundierung nicht bis zum eigentlichen Decklack aufgetragen werden. Die Trocknungszeit der Grundierung entnehmen Sie bitte der Gebrauchsanweisung des jeweilig verwendeten Produkts. Diese sollte natürlich eingehalten werden.
  • Erst wenn die Grundierung komplett getrocknet ist geht es weiter. Mit dem 800er Nass-Schleifpapier glätten Sie nun die betroffene Fläche. Zwischendurch immer wieder sauber wischen und abschließend noch einmal mit dem Silikonentferner gründlich putzen.
  • Im vorletzten Schritt wird der Decklack in der passenden Farbe aufgetragen. Eine dünne Schicht ist hier in der Regel ausreichend. Wenn Sie im ersten Versuch nicht zufrieden sind, können Sie die vorangegangenen Schritte wiederholen, indem Sie noch einmal nass anschleifen und im Endeffekt eine zweite Schicht Decklack auftragen.
  • Zu guter Letzt wird großflächig poliert – aber natürlich erst, wenn der Decklack nach Herstellervorgaben komplett getrocknet ist. Mit ein wenig Politur und einem sauberen Baumwolltuch werden so abschließend auch die letzten Unebenheiten beseitigt. Gehen Sie in diesem Arbeitsschritt auch über die ehemals betroffene Fläche hinaus, so erzielen Sie ein besonders gleichmäßiges Endergebnis.

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