Fahrradpedale abgebrochen - so gehen Sie vor

fahrradpedale-abgebrochenWenn Fahrradpedale ihren Dienst verweigern und abbrechen sind zumeist Verschleißerscheinungen eine mögliche Ursache. Unerwünschter Rost setzt den Bauteilen mit der Zeit zu und verursacht nicht korrigierbare Schäden. Im besten Fall sollte das Risiko der Korrosion so weit wie möglich minimiert werden. Dies geschieht am einfachsten, wenn Sie Ihr Bike stets sicher und trocken unterstellen. Auch regelmäßige Pflege- und Wartungsarbeiten (Säubern und Fetten) können die Lebensdauer empfindlicher Fahrradteile verlängern. Wenn ein Fahrrad jedoch zum Beispiel längere Zeit unbenutzt steht, kann es passieren, dass das Bike einen Schaden davongetragen hat und zum Beispiel die Pedale abbrechen. In diesem Fall hilft nur ein Austausch der Pedale. Hierfür benötigen Sie lediglich einen passenden, in der Regel 15er, Gabelschlüssel, neue Pedale sowie Kriechöl / Fett.

Anleitung: So gehen beim Austausch kaputter Pedale vor

  • Die größte Herausforderung bei dieser Arbeit ist möglicherweise das Lösen der defekten Fahrradpedale. Ist diese festgerostet, kann ein gewisser Kraftaufwand vonnöten sein. Erleichtern Sie sich die Aufgabe, indem Sie die betroffenen Stellen an der Kurbel, an der die Pedale befestigt sind, mit Kriechöl einsprühen. Lassen Sie das Öl einige Minuten einwirken.
  • Sorgen Sie für einen sicheren Stand. Sie können unter das Pedal, welches Sie erst als zweites bearbeiten, einen unterstützenden Holzklotz schieben.
  • Das rechte Pedal besitzt ein Rechtsgewinde, welches im Uhrzeigersinn eingeschraubt wird, das linke Pedal ein Linksgewinde. Dieses wird entgegen dem Uhrzeigersinn eingeschraubt. Das bedeutet also: Wenn Sie sich zum Abschrauben hinten am Bike positionieren, müssen Sie den Gabelschlüssel bei der rechten Pedale zu sich nach hinten ziehen, bei der linken Pedale drücken Sie den Schlüssel nach vorne von sich weg.
  • Anschließend können die alten Pedale abgenommen werden.
  • Bevor Sie neue Pedale montieren, sollten Sie einige Vorbereitungen treffen: Prüfen Sie zunächst, ob das Gewinde am Kurbelarm unbeschädigt ist. Anschließend wird das Gewinde gereinigt und großzügig gefettet. Das Fett kann eine spätere Demontage erleichtern, die Bildung von erneuter Korrosion hinauszögern und das Gewinde schützen. Fetten Sie auch das Gewinde der neuen Pedale. Manchen Pedalmodellen liegen Unterlegscheiben bei, auch diese sollen das mögliche Risiko des Festrostens minimieren.      
  • Als nächstes kontrollieren Sie noch einmal den sicheren Stand Ihres Bikes und verwenden im Zweifel wieder den Holzklotz.
  • Drehen Sie die Pedale, gegebenenfalls inklusive Unterlegscheiben, mit zwei Umdrehungen in das Gewindeauge des Kurbelarms. Achten Sie bitte sorgfältig darauf, das Gewinde sauber anzusetzen und keinesfalls zu verkanten, damit dieses nicht beschädigt wird. Neuere Leichtbaukurbeln mit Gewindeaugen aus Aluminium können schnell einen irreparablen Schaden davontragen.   
  • Sind die Pedale montiert, ziehen Sie diese bitte abschließend gemäß den Herstellerangaben mit dem Gabelschlüssel wieder fest.
  • Führen Sie eine Probefahrt durch. Überprüfen Sie nach einigen Kilometern abermals den korrekten Sitz. Möglicherweise müssen die Pedale noch einmal nachgezogen werden.

Tipps für den Austausch defekter Fahrradpedale

Zusatzinfo: Es ist sehr wichtig, dass Sie die Pedale genau nach Herstellervorschrift montieren, das bedeutet: nicht zu stark und nicht zu schwach anziehen. Es kommt nicht selten vor, dass das Pedalgewinde aus Stahl gefertigt wurde und das Gewinde der Kurbel (Gewindeauge) aus Aluminium. Insbesondere in diesem Fall, aber auch sonst, ist Sorgfalt gefragt. Ein zu stark angezogenes Pedal kann die Gewindegänge im Auge beschädigen und herausreißen. Ein zu schwach angezogenes Pedal lässt die Gewindegänge durch kontinuierliches, leichtes Wackeln abnutzen und ausfransen. Das Pedal verliert in der Konsequenz mit der Zeit seinen Halt.

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