Wie pflege ich meinen Fahrradsattel (Leder oder Kunststoff)? | Sättel | Anleitungen |

Wie pflege ich meinen Fahrradsattel (Leder oder Kunststoff)?

Da man beim Fahrradfahren direkten Kontakt zum Sattel hat, ist eine regelmäßige Reinigung und dauerhafte Pflege, besonders beim Ledersattel, sehr wichtig. Im Handel gibt es die Sättel aus verschiedenen Materialien: Kunststoff und Leder. Je nach Material sollten Sie den Sattel entsprechend behandeln. Nachfolgend erklären wir Ihnen, wie Sie bei der Säuberung und Pflege vorgehen sollten, damit er auch möglichst lange hält und die Hose nicht verdreckt.

Fahrradsattel aus Kunststoff richtig reinigen und pflegen

Fahrradsattel aus Kunststoff richtig reinigen und pflegen

Die meisten Fahrradfahrer nutzen sicher einen Kunststoffsattel. Die Kunststoffoberfläche ist sehr pflegeleicht und schnell gesäubert. Die Kunststoffummantelung hat in der Regel eine glatte und wasserabweisende Oberfläche. Dreck, Staub und Matsch haben kaum eine Chance hier richtig anzuhaften. Um Verschmutzungen zu entfernen reicht ein sauberer Lappen mit lauwarmem Wasser und etwas Spülmittel oder Universal-Oberflächenreiniger. Wischen Sie den Fahrradsattel von allen Seiten ordentlich ab. Das war es auch schon. Die Reinigung und Pflege eines Kunststoffsattels ist extrem einfach und schnell durchzuführen. Ganz im Gegensatz zu einem Ledersattel (z.B. von Brooks oder Lepper). Dazu mehr im nachfolgenden Absatz.

Wollen Sie den Fahrradsattel aus Plastik bzw. Kunststoff dauerhaft vor Umwelteinflüssen, wie z.B. UV-Strahlung, Dreck, Spritzwasser, Nässe, Feuchtigkeit, Schnee, starker Hitze (Sonne) und Matsch schützen, bietet sich ein Sattelbezug an. Dieser deckt den gesamten Sattel ab und schützt rundherum.

Fahrradsattel aus Leder (Kernleder) richtig säubern und pflegen

Fahrradsattel aus Leder (Kernleder) richtig säubern und pflegen

Um einen schmutzigen und verdreckten Ledersattel zu reinigen, nehmen Sie einfach ein sauberes und weiches Tuch oder Lappen und reiben den Sattel mit lauwarmem Wasser ab. Dieses sollte den Dreck problemlos entfernen. Lassen Sie den feuchten Sattel danach wieder gut durchtrocknen.

Um den Ledersattel zu pflegen, was bei Leder unerlässlich ist, sollten Sie ihn während des Einfahrprozesses alle 3-6 Monate mit einer Lederpflege (z.B. Brooks Lederfett) und einem weichen Lappen von oben und unten fetten. Schmieren Sie den Sattel damit gut ein, lassen Sie das Fett komplett einziehen und polieren Sie dann mit einem neuen trockenen Tuch nach. Beachten Sie aber, dass Sie einen Ledersattel nur fetten sollten, wenn er auch trocken ist. Ist er gerade vom Regen durchnässt, dann lassen Sie ihn erst gut durchtrocknen. Aber nicht in der prallen Sonne, sondern besser im Schatten, da das Leder sonst zu sehr austrocknen kann.

Nach der Einfahrzeit reicht das Nachfetten in der Regel, je nach Witterungsverhältnissen und Nutzung, ca. alle 6 Monate. Spätestens wenn die Oberfläche matt und stumpf wird, ist es Zeit nachzufetten. Aber Achtung: Viel hilft nicht immer viel. Fetten Sie nämlich zu häufig, wird das Leder extrem weich und dehnt sich übermäßig. So müssen Sie umso häufiger das Leder nachspannen.

Das Fett gibt dem Naturprodukt Leder wieder die notwendige Feuchtigkeit und damit Geschmeidigkeit. Ohne regelmäßiges Nachfetten würde der Fahrrad-Ledersattel mit der Zeit Risse bekommen. Außerdem bietet es einen gewissen Schutz gegen Nässe.

Um den Ledersattel zu schützen, wenn Sie das Fahrrad nicht fahren, sollten Sie gegen Regen und Sonneneinstrahlung einen Sattelbezug bzw. Regenüberzug überziehen und bei Bedarf dann entfernen. Dieses geschieht in wenigen Sekunden und erhöht die Lebensdauer immens. Zudem wird die Optik erhalten und Sie können die Pflegeintervalle strecken.