So warten Sie den Steuersatz an Ihrem Fahrrad

steuersatz-am-fahrrad-warten59274d7dd8f3cBeim Fahrrad verbindet der Steuersatz die Gabel mit dem Fahrradrahmen und ist somit für das freie Drehen der Gabel, sprich für die Lenkung, zuständig. Unterschieden wird der Steuersatz zunächst in zwei Arten: Gewindesteuersatz und gewindeloser Steuersatz. Neben weiteren Komponenten besteht ein Steuersatz (von oben nach unten) aus der einstellbaren Lagerschale, der oberen Kopflagerschale, der unteren Kopflagerschale und dem Gabelkonus. Bei beiden Arten ist eine Wartung zumeist kaum vonnöten, für gewöhnlich besitzen sie eine recht gute Haltbarkeit. Bei Problemen ist allerdings fast immer die untere Lagerschale betroffen. Wenn am Vorderrad kein Schutzblech montiert ist kann bei schlechten Wetterbedingungen schmutziges Spritzwasser nach oben gegen die untere Lagerschale geschleudert werden.

Benötigt der Steuersatz nun eine Wartung muss zunächst mindestens der Fahrradvorbau entfernt werden. Einfacher wird es, wenn zusätzlich das Vorderrad entfernt sowie die Bremse vom Zug gelöst wird. Ist ein Fahrradcomputer vorhanden sollte auch hier die Verdrahtung entfernt werden. Für das weitere Vorgehen ist ein wenig handwerkliches Geschick und technisches Verständnis durchaus von Verteil. Als nächstes wird die Fahrradgabel aus dem Rahmen genommen. Beim Gewindesteuersatz muss hierfür die Kontermutter gelöst werden. Anschließend werden alle Unterlegscheiben entfernt und die obere Lagerschale herausgeschraubt. Beim gewindelosen Steuersatz wird ebenfalls zunächst der Vorbau demontiert und im Anschluss alle Unterlegscheiben entfernt. Die obere Lagerschale sitzt unter Umständen gelegentlich recht fest und muss dann mit etwas Kraft und „Überredungskunst“ gelöst werden. Ist die Fahrradgabel entfernt, lässt sich ersehen welche Art vor Kugellager im Steuersatz verwendet wurde. Beim Gewindesteuersatz lassen sich zumeist Lagerkugeln in Halteringen finden. Beim gewindelosen Steuersatz werden für gewöhnlich Lagerkartuschen verwendet. Kartuschen können nur durch identische Kartuschen getauscht werden. Alle Komponenten sollten gereinigt und auf Beweglichkeit sowie Dellen und Beschädigungen geprüft werden. Beim Gewindesteuersatz kann es schwierig sein Ersatzkugeln und Halteringe zu bekommen. Alternativ kann zunächst der obere und untere Haltering getauscht werden. Sie haben nicht der gleichen Belastung standzuhalten und werden deshalb nicht denselben Grad an Verschleiß aufweisen. Beide sind für gewöhnlich identisch. Sind Ersatzkugeln vorhanden können einzelne Lagerkugeln aus dem Haltering gedrückt und durch neue ersetzt werden. Hierbei sollte allerdings vorsichtig gearbeitet werden, damit der Haltering nicht verbogen wird. Alternativ kann der Haltering auch weggelassen werden, allerdings gestaltet sich der Wiederzusammenbau dann deutlich schwieriger. Hierfür sollte sich das Bike bestenfalls kopfüber im Montageständer befinden. Mit viel Gefühl und einer ordentlichen Portion Fett können die losen Kugeln dann etwas leichter in die untere Lagerschale gefüllt werden. Das erneute Hinzufügen von Fett hält die Kugeln in ihrer Position und verhindert das Eindringen von Schmutz. Bevor mit der oberen Lagerschale genauso verfahren wird (wenn neue Kugeln eingesetzt werden) wird der Gabelschaft zuerst geschmiert. Beim finalen Zusammenbau muss dann das überschüssige Fett entfernt werden.

Wer sich diese Arbeiten nicht zutraut sollte den Steuersatz so gut wie möglich schützen. Dies gelingt am besten mit einem Spritzschutz für das Vorderrad um Wasser und Dreck abzuwehren. Alternativ kann natürlich auch der komplette Steuersatz getauscht werden. 

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