Steckschutzblech oder fest montiertes Schutzblech nutzen?

steckschutzblech58778264420e3Gerade für den Hobbyradler ist das Schutzblech eines der weniger häufig beachteten Komponenten am Bike. Grund genug dieses Fahrradzubehör, seine Funktion und die verschiedenen Arten einmal näher zu betrachten. Um eines vorweg zu nehmen: Nach §63-67 der StVZO (hier finden Sie alle vorgeschriebenen Ausrüstungsgegenstände für ein verkehrssicheres Fahrrad) gibt es keine Pflicht für das Anbringen von Schutzblechen. Egal wie Sie sich also entscheiden, gegen die Straßenverkehrszulassungsordnung verstoßen Sie nicht.

2 Arten von Schutzblechen – 3 gängige Materialien

Den Spritzschutz am Fahrrad gibt es in zwei Varianten welche sich in der Art der Montage unterscheiden: Steckschutzbleche und fest montierte Schutzbleche. Beide Varianten sind für gewöhnlich in Alu, Stahl oder Kunststoff erhältlich, wobei die beiden Erstgenannten deutlich robuster sind und nicht so leicht brechen, dafür aber auch ein höheres Gewicht mit sich bringen. Ebenfalls gilt für beide Varianten: Sie müssen ihre Funktion, Kleidung und Fahrradantrieb vor Schmutz zu schützen, erfüllen. Einige Hersteller designen Ihre Schutzbleche mit zu großem Augenmerk auf eine schicke, sportliche Optik, die eigentliche Funktion kann dabei, zum Beispiel wenn die Bleche zu flach oder zu kurz sind, verloren gehen.
Steckschutzbleche haben den Vorteil, dass sie genauso schnell zu montieren wie abzumontieren sind. So kann der Fahrradfahrer kurzfristig entscheiden was gerade sinnvoll ist. Sie werden oft von Gelegenheitsfahrern oder Sportbikern (MTB, Rennrad) genutzt, die ihr Zweirad sowohl im Gelände oder auf der Straße (dann ohne Schutzblech, damit das Bike leichter und windschnittiger ist) als auch zum Beispiel als Transportmittel zur Arbeit gebrauchen (mit Steckschutzblech zum Schutz der Kleidung). Oftmals sind Steckschutzbleche kürzer und schnittiger, damit ist weniger Gewicht verbunden und diese Optik wird als weniger „störend“ empfunden. Das geht allerdings zu Lasten der Funktion.
Fest montierte Schutzbleche haben den Vorteil, dass sie nicht so leicht verloren gehen können. Sie sind für gewöhnlich länger und enger anliegend sowie leicht gebogen, damit liegt die Priorität auf der Funktion, dem Schutz vor Verunreinigung und damit auch dem Schutz vor vorzeitigem Verschleiß. Allerdings besteht die Möglichkeit, dass das Vorderrad plötzlich blockiert, zum Beispiel wenn sich ein Stock unter dem Blech verkeilt. Die heutigen Schutzbleche sind aber oft mit einer entsprechenden Sicherung ausgestattet die sich in so einem Fall unverzüglich löst.

Empfohlene Breite und Länge des Schutzbleches

Die Größe des Schutzbleches sollte an die Radgröße angepasst sein. Es macht keinen Sinn ein 26“ Schutzblech auf ein 28“ Laufrad zu montieren. Die Breite sollte bestenfalls die des Reifens um ca. 5-7 mm übersteigen. Zu flache und schmale Schutzbleche geben keinen ausreichenden Spritzschutz.
Entscheidend ist außerdem die Länge. Hinten sollte das Schutzblech bis zur Hinterradachse reichen, vorne mindestens bis zur Vorderradachse, bzw. bis zur gedachten Linie des Tretlagergehäuses. Für Kurbel und Kette wäre etwas länger noch optimaler. Etwa wenige Zentimeter tiefer als die Unterkante des großen Kettenblattes, so dass die Bordsteinkante nicht zum unüberbrückbaren Hindernis wird. Um diese Länge zu erreichen monieren manche Biker vorne sogar ein zweites, etwas eingekürztes, Hinterradschutzblech.
Bitte beachten Sie bei der Montage auch den Abstand zwischen Reifen und Schutzblech. Dieser sollte etwa 1 cm betragen. Im Winter, bei Schnee und Matsch, sogar etwas mehr. Die meisten Straßenräder haben, im Gegensatz zu MTBs oder Rennrädern, beim Kauf bereits fest montierte Schutzbleche. Hier sollte überprüft werden, ob eventuell Lichtkabel an der Innenseite der Schutzbleche verlaufen. Diese verringern den Durchlauf, können aber in der Regel problemlos nach außen verlegt werden. Das geht mitunter auf Kosten der Optik, erhöht aber den Platz zwischen Reifen und Schutzblech.
Nachfolgend sehen Sie noch einmal die Vor- und Nachteile der beiden Schutzblechvarianten im Überblick.

Überblick der Vor- und Nachteile

Steckschutzblech

Vorteile:

  • schnell abzumontieren - besserer Schutz vor Schmutz
  • schnell zu montieren
  • bessere Optik
  • weniger Gewicht


Nachteile:

  • geringerer Schmutzschutz
  • eventuell Blockade möglich
  • kein Diebstahlschutz - kann leicht entwendet werden

Schutzblech für Festmontage

Vorteile:

  • schwerer zu verlieren


Nachteile:

  • mehr Gewicht
  • eventuell weniger ansprechende Optik


Für den Fall, dass im Laufe der Zeit oder durch einen Fahrradunfall am Schutzblech etwas kaputt geht, können Sie einzelne Teile am Schmutzfänger problemlos austauschen. Wir führen viele Ersatzteile und Zubehör für Schutzbleche in unserem günstigen Online Shop.