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Shimano Scheibenbremse hat schlechte Bremswirkung - was tun? Shimano Scheibenbremse hat schlechte Bremswirkung - was tun? 2024-05-08T19:23:33+00:00 2025-08-25T14:48:33+00:00

Shimano Scheibenbremse hat schlechte Bremswirkung - was tun?

shimano-scheibenbremse-hat-schlechte-bremswirkungEine Fahrradbremse muss zu 100 % funktionieren – dieser Sicherheitsaspekt für sich selber und andere Verkehrsteilnehmer darf niemals außer Acht gelassen werden: Egal, ob man mit dem MTB im Gelände unterwegs ist, in den Bergen oder auf gerader und gut asphaltierter Strecke bzw. dem Fahrradweg mit seinem City- oder Touringbike. Bei quasi allen möglichen Gefahrensituationen ist es wichtig, sich auf das zuverlässige und präzise Verringern der Fahrgeschwindigkeit verlassen zu können, um Unfälle zu vermeiden. Eine lange Haltbarkeit und Beständigkeit Ihrer Shimano-Scheibenbremsen am Fahrrad kann nur durch passende Pflege und Wartung erhalten bleiben. Wenn Sie diesen Part vernachlässigen, kann die Bremswirkung erheblich zurück gehen.

Woher die schlechte Bremswirkung einer Shimano Scheibenbremse kommt

Wenn Sie beim Radeln besser gesagt beim Bremsen mit Ihrem Fahrrad merken, dass die Leistung Ihrer Shimano-Scheibenbremsen merklich nachlässt, müssen Sie dringend etwas tun. Die Behebung des Problems und die Wiederherstellung der Sicherheit sollte zügigst erledigt werden. Das Nachlassen der Bremswirkung kann verschiedene Gründe haben. Nachfolgend erläutern wir verschiedene mögliche Ursachen für diese Problematik und zeigen gleich auch noch passende Lösungsansätze auf.

Häufigste Ursachen für die schlechte Bremswirkung von Shimano Scheibenbremsen

Die häufigsten Ursachen einer schlechten Bremswirkung der Shimano Bremscheibe an Ihrem Fahrrad können sein:

  • Verschmutzung
  • Verglasung
  • Verschleiß
  • Bremsbeläge nicht sorgfältig eingebremst
  • schleifende Bremsen
  • Bremsschwund (Fading)
  • schlechter / wandernder Druckpunkt

Fehlerquelle herausfinden bei schlecht bremsender Scheibenbremse von Shimano

1. Andauernde Verschmutzung an den Bremsen

Eine regelmäßige und gründliche Reinigung des Fahrrades und eben auch der Bremsen wirkt sich positiv auf alle Bauteile aus! Durch ständige Verschmutzungen wird die Bremskraft gemindert und der Verschleiß beschleunigt! Wer mit seinem Bike viel in unwegsamen Gelände – also offroad – unterwegs ist und dies auch bei jedem noch so nassen Wetter, sollte sein Fahrrad danach unbedingt jedes Mal gut reinigen. So können Sie unnötige Folgekosten aufgrund unnötig gesteigertem Materialverbrauch vermeiden. Die Bremsbelagsoberfläche kann vorsichtig mit feinem Schmirgelpapier gesäubert werden. Wenn die Bremsscheibe von Shimano und der Shimano Bremssattel vom Schmutz befreit werden sollen, müssen erst die Beläge ausgebaut werden. Mit Alkohol kann dann die Scheibe von Shimano geputzt werden, den Sattel mit etwas Spüli-Wasser reinigen. Wichtig ist, daran zu denken, alle Komponenten danach zu trocknen. Im Fahrrad-Fachhandel gibt es noch dazu gute Spezialreiniger, die sehr sinnvoll sind.

2. Verglaste Bremsbeläge sorgen für extremen Bremskraftverlust

Wenn an Ihrem Fahrrad verglaste Bremsbeläge für Scheibenbremsen von Shimano vorzufinden sind, ist die Bremskraft ebenfalls stark minimiert. Wenn Sie ein unangenehmes Quietschen oder Vibrieren beim Radfahren hören, könnte es daran liegen. Verglaste Bremsbeläge erkennt man daran, dass sie sehr glatt sind und wie poliert wirken; im Licht ist ein Schimmer zu erkennen. Eine Verglasung der Bremsbeläge kann u.a. durch schlechtes Einbremsen neuer Beläge entstanden sein. Oder aber, es wurde langfristig zu lasch und schleifend gebremst. Um eine Verglasung zu vermeiden, ist es wichtig, dass neue Bremsbeläge immer gut eingebremst werden. Zusätzlich muss man die Bremse auf Temperatur bringen, z.B. durch kraftvolles und regelmäßiges Intervallbremsen (ähnlich wie bei einem Pkw). Meist hilft bei verglasten Bremsen leider nur ein Austausch. Bei einer leichten Verglasung kann man noch versuchen, die oberste Schicht mit Schleifpapier vorsichtig abzutragen – solange bis kein Glanz mehr zu sehen ist. Dabei ist unbedingt darauf zu achten, gleichmäßig und auf keinen Fall schräg abzuschleifen.

3. Bei abgenutzten Bremsbeläge diese austauschen

Bremsbeläge sind herkömmliche Verschleißteile am Fahrrad; sie müsse nach einer entsprechenden Zeit entsprechend gewechselt werden. Sonst kann es passieren, dass die Shimano Bremsscheibe beschädigt wird. Es gibt keine feste Faustregel, an der man sich orientieren kann bzw. muss: Der Zeitpunkt ist abhängig von verschiedenen Faktoren. So z.B. das bevorzugte Gelände zum Fahren, Witterungseinflüsse, Verschmutzungen und auch der jeweilige Fahrstil sind einige entscheidende Punkte, die die Haltbarkeit der Bremsbeläge beeinflussen können. Daher kann man keine Lebensdauer in einem Zeitraum oder abhängig von gefahrenen Kilometern benennen. Es ist wichtig, immer wieder einen prüfenden Blick zu werfen und zu kontrollieren. Abgefahrene Bremsbeläge sind auch an einer immer schlechter werden Bremswirkung zu erkennen bzw. auch an fremden / störenden Nebengeräuschen. Wenn Ihnen hier etwas auffällt, ist es zügig an der Zeit die Belagdicke zu checken. Diese muss mindestens bei 1 mm liegen. Bei manchen Herstellern sind die Bremsbeläge mit farbigen Strichen markiert, um so auf einen dringenden Wechsel aufmerksam zu machen. Somit ist es dann angeraten den Bremsbacken-Austausch schleunigst anzugehen.

4. Neue Bremsbeläge müssen durch korrektes Einbremsen ausgehärtet werden

Damit neue Bremsbeläge für die Shimano Scheibenbremsen ihr Potential optimal entfalten können, ist es mehr als wichtig diese ordnungsgemäß einzubremsen. So werden auch gleich minimale Unebenheiten ausgeglichen. Noch dazu findet ein sehr wichtiger chemischer Prozess statt. Durch die entstandene Hitze beim Bremsen gasen die Materialien der Bremsbeläge aus. Der Belag ist ab Werk eher weich und härtet nun erst aus; kann dann erst seine volle und gute Bremswirkung entfalten. Wenn dieser Schritt nicht durchgeführt wird, kann es passieren, dass die Beläge vorzeitig verschleißen, verglasen oder gar die Shimano Bremsscheiben beschädigt werden. Um perfekt Einzubremsen beschleunigen Sie mit Ihrem Rad auf etwa 30 km/h, um dann eine moderate Vollbremsung durchzuführen. Dieser Vorgang in etwa 30  Mal wiederholen je Bremse. Also 30 x vorne, 30 x hinten bremsen.

5. Schleifgeräusche durch lockere Schrauben

Schleifende Bremsen können oftmals aufgrund einer unzureichenden Montage entstehen. Es kann aber auch sein, dass sich die Schrauben am Bremssattel im Laufe der Zeit durch Vibrationen (z.B. durch häufiges Fahren im Gelände) lockern. Daher ist es wichtig alle Schraubverbindungen in regelmäßigen Abständen immer mal wieder zu prüfen und das Anzugsmoment ggf. entsprechend der Herstellervorgaben zu korrigieren bzw. anzupassen. Ein Seitenschlag in der Bremsscheibe von Shimano kann ein punktuelles Schleifen hervorrufen. Wenn die Scheibe nicht selber mit der Hand korrigiert werden kann, muss diese leider ausgetauscht werden. Bei einem dauerhaften Schleifgeräusch kann es auch sein, dass der Bremssattel lediglich neu ausgerichtet werden muss. 

6. Überhitzen von Shimano-Scheibenbremsen führt zu Bremsschwund

„Fading“ bedeutet im Großen und Ganzen den Effekt „Bremsschwund“. Im Genauen ist da jedoch eine bestimmte Art der nachlassenden Bremswirkung gemeint: eine verringerte Bremsleistung durch starkes Überhitzen bzw. Dauerbremsen. Wichtig ist immer zu berücksichtigen, dass Scheibenbremsen ausreichend Gelegenheit zum Abkühlen benötigen. Bei den hochwertigen Produkten von Shimano ist das Risiko „Fading“ etwas geringer. Die Bremsscheiben verfügen hier über ein wirklich ausgeklügeltes Belüftungssystem: Die Beläge wurden speziell vorbehandelt und sind daher besonders arm an Gasen und noch dazu temperaturbeständiger. Bei zu starker und noch dazu andauernder Hitze werden Gase frei, welche die Bremswirkung zu einem bestimmten Anteil verpuffen lassen. Da hilft tatsächlich nur eine ausreichende Abkühlung und „pfiffiges“ Bremsverhalten: Bremsen lieber eher „stotternd“ und fest, als dauerhaft und schleifend. Ihre Bremsen werden es Ihnen danken!

7. Druckpunktverlust der Scheibenbremse von Shimano durch Luft im System

Wenn Sie einen ungenügenden Druckpunkt feststellen, sollten als erstes Bremssystem, Anschlüsse und Leitungen auf Undichtigkeiten geprüft werden. Meist befindet sich Luft im System – dies kann u.a. durch häufigen Transport im Liegen oder über Kopf passieren. Die Luft wandert dabei von der Bremszange in den Schlauch und der Druckpunkt ist nicht mehr gut zu greifen. Dann muss die Fahrradbremse schleunigst entlüftet werden. In unserem Bereich „Anleitungen“ bieten wir Ihnen detaillierte Anleitungen zum Entlüften von Scheibenbremsen namhafter Hersteller. 

 

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