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Wo ist der Unterschied zwischen SRAM XD und SRAM XDR?

unterschied-sram-xd-sram-xrdSRAM hat mit seinen Freilaufstandards XD und XDR die Welt der Fahrradtechnik maßgeblich beeinflusst. Für viele Radsportbegeisterte, insbesondere für diejenigen, die Wert auf eine präzise und leichte Antriebsintegration legen, sind diese Begriffe allgegenwärtig. Doch was steckt eigentlich hinter XD und XDR? Oft tauchen beim Komponentenwechsel oder bei der Neuanschaffung Fragen auf: Welcher Freilauf passt zu welcher Kassette? Wo liegen die technischen Unterschiede und welche Auswirkungen haben sie auf die Kompatibilität der Laufräder? Dieser umfassende Artikel gibt Ihnen einen detaillierten Einblick in die Unterschiede, technischen Hintergründe und die Praxisrelevanz der beiden Systeme. Ziel ist es, Licht ins Dunkel zu bringen und Ihnen fundiertes Wissen zu vermitteln, damit Sie bei der Wahl Ihres nächsten Laufradsatzes oder der passenden Kassette nicht mehr rätseln müssen. Ob Sie ein passionierter Mountainbiker oder Rennradfahrer sind, ob Sie auf Gravel-Bikes unterwegs sind oder sich im Cross-Country-Bereich bewegen – dieser Text zeigt Ihnen die Unterschiede auf und erklärt, warum SRAM diese beiden Standards entwickelt hat, wie sie sich voneinander abgrenzen und worauf Sie achten sollten. Lassen Sie sich durch die folgenden 15 Abschnitte führen und entdecken Sie alle Facetten von XD und XDR.

Inhaltsverzeichnis

  1. Die Entstehung von SRAM XD und XDR

  2. Grundlegende Funktionsweise von Freilaufkörpern

  3. Der XD-Freilaufkörper: Ursprung und Einsatzbereich

  4. Der XDR-Freilaufkörper: Erweiterung für neue Anwendungen

  5. Technische Unterschiede im Detail

  6. Kompatibilität von XD- und XDR-Kassetten

  7. Typische Anwendungsbereiche: Mountainbike vs. Rennrad

  8. Vorteile des XD-Standards

  9. Vorteile des XDR-Standards

  10. Unterschiede bei der Montage und Demontage

  11. Häufige Fehlerquellen und Missverständnisse

  12. Einfluss auf Gewicht und Übersetzungsbandbreite

  13. Die Rolle der Laufradhersteller

  14. Tipps für die richtige Auswahl

  15. Zukunftsaussichten und Entwicklungen

1. Die Entstehung von SRAM XD und XDR

Die Einführung der SRAM XD- und XDR-Freilaufkörper war eine Reaktion auf die sich verändernden Anforderungen des modernen Radsports. Als SRAM seine 1x11-Antriebssysteme für Mountainbikes entwickelte, ergab sich das Problem, dass herkömmliche Freilaufkörper keine Kassetten mit einem 10-Zahn-Ritzel aufnehmen konnten. Dadurch war es nicht möglich, den Übersetzungsbereich weiter zu vergrößern und gleichzeitig das Gewicht niedrig zu halten. Um diese Hürde zu überwinden, entwickelte SRAM den XD-Freilaufkörper, der erstmals mit der XX1-Gruppe vorgestellt wurde. Damit war es möglich, Kassetten mit einem 10er-Ritzel zu realisieren, was neue Maßstäbe in Sachen Bandbreite und Gewicht setzte. Die Einführung von XD stellte einen Meilenstein dar und zwang auch andere Hersteller, ihre Freilaufdesigns zu überdenken. Der XDR-Freilaufkörper ist die logische Weiterentwicklung für Rennräder, Gravel-Bikes und Cyclocross. Mit XDR wurde der Freilaufkörper einfach um 1,85 mm verlängert, um den Platzbedarf der schmaleren Straßenkassetten zu berücksichtigen und gleichzeitig die Vorteile des XD-Systems zu erhalten. Beide Systeme haben so den Markt nachhaltig beeinflusst und bieten heute eine breite Kompatibilität mit modernen SRAM-Schaltungen.

2. Grundlegende Funktionsweise von Freilaufkörpern

Um den Unterschied zwischen XD und XDR zu verstehen, ist es sinnvoll, die grundlegende Funktionsweise eines Freilaufkörpers zu betrachten. Der Freilaufkörper ist ein zylindrisches Bauteil am Hinterrad, das direkt mit der Nabe verbunden ist. Auf ihm wird die Kassette montiert. Die Aufgabe des Freilaufs ist es, die Kraft der Kette auf das Laufrad zu übertragen, wenn Sie treten, und das Rad bei Freilaufphasen unabhängig von der Kassette weiterdrehen zu lassen. Dabei spielen Material, Form und Verzahnung des Freilaufkörpers eine entscheidende Rolle für die Kompatibilität mit unterschiedlichen Kassetten. Die Innovation von SRAM bestand darin, ein System zu schaffen, bei dem das kleinste Ritzel direkt auf dem Freilaufkörper sitzt und nicht mehr von einem zusätzlichen Sicherungsring gehalten werden muss. Dadurch konnte man kleinere Ritzel (10 Zähne) und leichtere Kassetten realisieren, was vor allem im sportlichen Bereich einen enormen Vorteil bietet.

3. Der XD-Freilaufkörper: Ursprung und Einsatzbereich

Der SRAM XD-Freilaufkörper wurde gezielt für den Mountainbike-Bereich konzipiert. Mit dem Ziel, einen noch größeren Übersetzungsbereich zu ermöglichen, entwickelte SRAM ein System, bei dem das kleinste Ritzel der Kassette 10 Zähne haben konnte – im Gegensatz zu den üblichen 11 Zähnen bei Shimano- oder klassischen SRAM-Freilaufkörpern. Die XD-Freilaufkörper zeichnen sich durch eine spezielle Aufnahme aus, bei der die Kassette direkt auf das Aluminiumrohr des Freilaufs geschoben und mit einer eigenen Verschraubung gesichert wird. Dieses System sorgt nicht nur für eine bessere Kraftübertragung, sondern ermöglicht auch eine kompaktere Bauform der Kassette. Der XD-Freilaufkörper hat sich schnell als Standard im High-End-Mountainbike-Bereich etabliert, insbesondere bei 1x11- und 1x12-Antrieben. Hier werden Bandbreiten von 10-42 oder sogar 10-50 Zähnen realisiert. Typische Kassetten sind beispielsweise die SRAM XG-1199 oder XG-1295. Dank der robusten Bauweise und der Möglichkeit, größere Bandbreiten zu fahren, ist XD heute aus dem Mountainbike-Segment nicht mehr wegzudenken.

4. Der XDR-Freilaufkörper: Erweiterung für neue Anwendungen

Mit der Popularität des XD-Systems und der steigenden Nachfrage nach breitbandigen Antrieben auf dem Rennrad- und Gravel-Markt entwickelte SRAM den XDR-Freilaufkörper. XDR steht für „XD Road“, wobei das „R“ den Straßeneinsatz kennzeichnet. Der XDR-Freilaufkörper ist im Prinzip ein verlängerter XD-Freilauf, der um 1,85 mm länger ist. Diese zusätzliche Länge ist notwendig, weil Straßenkassetten aufgrund ihrer schmaleren Bauweise und engeren Ritzelabstände weniger Platz benötigen als MTB-Kassetten. Die XDR-Aufnahme ermöglicht die Montage von 12- und 13-fach-Rennradkassetten mit einem 10er-Ritzel. Gleichzeitig können Sie durch einen speziellen Adapter auch klassische XD-MTB-Kassetten auf XDR-Freilaufkörper montieren. Das macht den XDR-Standard besonders flexibel und für viele Rennrad-, Gravel- und Cyclocross-Fahrer attraktiv. Er bildet heute die Basis für moderne SRAM eTap AXS- und Force-Gruppen sowie viele andere Hochleistungs-Antriebe im Straßenbereich.

5. Technische Unterschiede im Detail

Der wichtigste technische Unterschied zwischen XD und XDR ist die Länge des Freilaufkörpers. Während ein XD-Freilaufkörper exakt auf die Maße von MTB-Kassetten mit breiten Ritzelabständen ausgelegt ist, ist der XDR-Freilaufkörper 1,85 mm länger. Diese Verlängerung schafft den Platz, um schmalere Rennradkassetten sicher zu montieren, ohne dass ein Spalt zwischen Kassette und Achse entsteht. Kassetten für XD-Freilaufkörper können grundsätzlich nicht ohne Adapter auf XDR-Freilaufkörper montiert werden, und umgekehrt ist es umgekehrt ähnlich. Das Profil der Verzahnung und die Befestigungsmethode sind bei beiden Systemen identisch, sodass die Montage ähnlich erfolgt. Ein weiteres technisches Detail ist die maximale Anzahl an Ritzeln: Während XD-Kassetten meist mit 11 oder 12 Ritzeln ausgestattet sind, ermöglichen XDR-Freilaufkörper auch die Montage von modernen 13-fach-Rennradkassetten, die besonders schmale Ritzelabstände aufweisen. Insgesamt sind die technischen Unterschiede gering, aber entscheidend für die Kompatibilität mit unterschiedlichen Antriebssystemen.

6. Kompatibilität von XD- und XDR-Kassetten

Viele Fragen drehen sich in der Praxis um die Kompatibilität zwischen XD- und XDR-Kassetten und den jeweiligen Freilaufkörpern. Grundsätzlich gilt: Eine XD-Kassette passt auf einen XD-Freilaufkörper, eine XDR-Kassette auf einen XDR-Freilaufkörper. Wenn Sie jedoch eine XD-MTB-Kassette auf einen XDR-Freilaufkörper montieren möchten, benötigen Sie einen speziellen 1,85-mm-Adapter, der den fehlenden Raum ausgleicht und die Kassette sicher fixiert. Andersherum ist es nicht möglich, eine XDR-Kassette auf einen XD-Freilaufkörper zu montieren, da der Freilaufkörper schlichtweg zu kurz ist. Ebenso ist zu beachten, dass XDR-Freilaufkörper nicht mit klassischen Shimano/SRAM-Road-Kassetten kompatibel sind, da das Profil und die Verschraubung unterschiedlich sind. Besonders bei Laufradneuanschaffungen und dem Tausch von Antriebskomponenten sollten Sie daher genau prüfen, welches System Sie benötigen, um böse Überraschungen zu vermeiden.

7. Typische Anwendungsbereiche: Mountainbike vs. Rennrad

Die wohl wichtigste Unterscheidung zwischen XD und XDR ergibt sich aus den jeweiligen Anwendungsbereichen. Der XD-Freilaufkörper ist fast ausschließlich im Mountainbike-Segment zu finden. Er ist auf die speziellen Anforderungen von Offroad-Fahrern zugeschnitten, die eine möglichst große Übersetzungsbandbreite bei geringem Gewicht wünschen. Typische Einsatzbereiche sind Cross-Country, Marathon, Enduro und Trail. Der XDR-Freilaufkörper hingegen findet sich vor allem im Straßenradsport, im Gravel-Bereich sowie bei modernen Cyclocross-Bikes. Er wurde gezielt für die schmaleren Kassetten des Rennradsektors entwickelt und ermöglicht auch auf diesen Rädern die Vorteile kleiner 10-Zahn-Ritzel zu nutzen. Beide Systeme sind auf Performance ausgelegt, aber jeweils optimal an die unterschiedlichen Anforderungen von MTB und Road angepasst.

8. Vorteile des XD-Standards

Der XD-Standard bietet einige signifikante Vorteile, die ihn gerade im Mountainbike-Bereich so beliebt gemacht haben. Zum einen erlaubt die spezielle Konstruktion des Freilaufkörpers eine Montage von Kassetten mit einem 10-Zahn-Ritzel, was den Übersetzungsbereich gegenüber klassischen Systemen deutlich vergrößert. Das bedeutet für Sie als Fahrer eine größere Bandbreite, ohne dass Sie auf einen Umwerfer oder doppelte Kettenblätter zurückgreifen müssen. Zudem ist das System sehr leicht, da die Kassetten direkt auf den Aluminiumkörper geschraubt werden können und keine zusätzlichen Bauteile wie ein Abschlussring benötigt werden. Die schlanke Bauweise sorgt außerdem für eine bessere Kraftübertragung und minimiert die Gefahr von Schäden durch Überdrehmomente. Nicht zuletzt hat sich der XD-Standard als sehr zuverlässig und robust erwiesen – Eigenschaften, die im anspruchsvollen Gelände von entscheidender Bedeutung sind.

9. Vorteile des XDR-Standards

Auch der XDR-Standard hat sich schnell als Favorit im Rennrad- und Gravel-Bereich etabliert. Ein Hauptvorteil ist, dass Sie als Fahrer von einer größeren Übersetzungsbandbreite profitieren können, da auch im Road-Bereich nun ein 10er-Ritzel möglich ist. Das gibt Ihnen auf schnellen Abfahrten oder im Sprint zusätzliche Reserven. Gleichzeitig bleiben Sie dank der schmalen Bauweise der Kassette im klassischen Straßenradmaß, wodurch Kompatibilität und Schaltpräzision gewährleistet sind. Der XDR-Standard erlaubt es zudem, viele neue Antriebskonzepte wie 1x13 oder 2x13 umzusetzen, ohne dass dafür neue Laufräder oder Naben erforderlich sind – solange sie mit dem XDR-Freilaufkörper ausgestattet sind. Besonders im Bereich moderner elektronischer Schaltsysteme, wie SRAM eTap AXS, ist der XDR-Freilauf heute der Standard. Auch die einfache Umrüstbarkeit von bestehenden XD-Systemen auf XDR mittels Adapter ist ein Pluspunkt.

10. Unterschiede bei der Montage und Demontage

Die Montage und Demontage von XD- und XDR-Kassetten erfolgt grundsätzlich nach demselben Prinzip, da beide Systeme das gleiche Verzahnungsprofil verwenden. Die Kassette wird auf den Freilaufkörper geschoben und anschließend mit einer integrierten Verschraubung fixiert. Der Hauptunterschied besteht darin, dass Sie beim Wechsel von einer XD- auf eine XDR-Kassette oder umgekehrt unter Umständen einen Adapter verwenden müssen. Bei der Montage von XD-Kassetten auf XDR-Freilaufkörpern kommt ein 1,85-mm-Adapter zum Einsatz, um den Längenunterschied auszugleichen. Der umgekehrte Weg ist nicht möglich, da XDR-Kassetten schlichtweg zu lang für den XD-Freilaufkörper sind. In der Praxis empfiehlt es sich, vor dem Kassettenkauf oder -wechsel genau zu prüfen, welcher Freilaufkörper an Ihrem Laufrad verbaut ist, um Montageprobleme zu vermeiden. Die Demontage erfolgt einfach über die zentrale Verschraubung, sodass ein Kassettenwechsel auch unterwegs problemlos möglich ist.

11. Häufige Fehlerquellen und Missverständnisse

Im Zusammenhang mit XD und XDR gibt es zahlreiche Missverständnisse, die in der Praxis zu Problemen führen können. Einer der häufigsten Fehler ist der Versuch, eine XDR-Kassette auf einen XD-Freilaufkörper zu montieren. Da der XD-Körper kürzer ist, passt die längere XDR-Kassette nicht korrekt und kann nicht sicher verschraubt werden. Umgekehrt wird oft übersehen, dass beim Einsatz einer XD-Kassette auf einem XDR-Freilaufkörper ein Adapter nötig ist. Fehlt dieser, sitzt die Kassette nicht fest und kann während der Fahrt verrutschen. Auch die Verwechslungsgefahr mit klassischen Shimano-Freilaufkörpern ist hoch, da diese äußerlich ähnlich aussehen, aber ein anderes Verzahnungsprofil aufweisen. Ebenso taucht gelegentlich die Annahme auf, dass XDR nur für 12- und 13-fach-Systeme geeignet sei – tatsächlich lassen sich auch 11-fach-Kassetten montieren. Eine genaue Prüfung der Komponenten und deren Spezifikationen ist daher unerlässlich.

12. Einfluss auf Gewicht und Übersetzungsbandbreite

XD und XDR haben den Vorteil, dass sie durch das Wegfallen des Sicherungsrings und die kompaktere Bauweise das Gewicht des Antriebssystems reduzieren. Gerade bei leichten High-End-MTBs oder Rennrädern ist jedes Gramm entscheidend. Typische XD- und XDR-Kassetten sind aus hochwertigen Materialien gefertigt und setzen oft auf eine Monoblock-Bauweise, bei der die Ritzel aus einem Stück gefräst sind. Das sorgt für zusätzliche Gewichtseinsparungen und eine höhere Steifigkeit. Die Möglichkeit, ein 10er-Ritzel zu verwenden, steigert zudem die Übersetzungsbandbreite, sodass sowohl leichte Gänge für steile Anstiege als auch schwere Gänge für hohe Geschwindigkeiten zur Verfügung stehen. Besonders für Fahrer, die Wert auf Vielseitigkeit und Performance legen, bieten XD und XDR hier entscheidende Vorteile gegenüber klassischen Systemen.

13. Die Rolle der Laufradhersteller

Mit der Einführung von XD und XDR mussten auch die Laufradhersteller reagieren. Heute bieten nahezu alle namhaften Marken, darunter DT Swiss, Mavic, Zipp und viele weitere, Laufräder mit XD- und XDR-Freilaufkörpern an oder ermöglichen die Nachrüstung durch entsprechende Umrüstkits. Für den Endkunden ist dies von Vorteil, da die Wahl des Antriebssystems nicht mehr zwangsläufig die Laufradwahl einschränkt. Es gibt mittlerweile eine breite Kompatibilität und zahlreiche Nachrüstmöglichkeiten. Dennoch sollte man darauf achten, dass bei älteren Laufrädern unter Umständen der Wechsel des Freilaufkörpers mit mehr Aufwand verbunden ist und ggf. weitere Bauteile benötigt werden. Einige Hersteller bieten zudem hybride Freilaufkörper an, die sowohl XD- als auch XDR-Kassetten aufnehmen können, solange die passenden Adapter verwendet werden. Hier zahlt sich die enge Zusammenarbeit zwischen SRAM und den Laufradherstellern aus.

14. Tipps für die richtige Auswahl

Damit Sie langfristig Freude an Ihrem Antriebssystem haben, ist die richtige Auswahl des Freilaufkörpers entscheidend. Zunächst sollten Sie überprüfen, welches Schaltsystem und welche Kassette Sie fahren möchten. Für den Mountainbike-Bereich und 1x12-Antriebe ist der XD-Standard meist die richtige Wahl. Planen Sie jedoch den Einsatz auf dem Rennrad, Gravel- oder Cyclocross-Bike, empfiehlt sich der XDR-Freilaufkörper. Prüfen Sie vor dem Kauf, ob Ihr Laufradhersteller passende Freilaufkörper und Adapter anbietet. Denken Sie daran, dass Sie bei einem geplanten Umstieg auf ein anderes Schaltsystem unter Umständen auch Kassette und Schaltwerk anpassen müssen. Achten Sie beim Kassettenkauf genau auf die Bezeichnung (XD oder XDR) und kontrollieren Sie, ob Sie eventuell einen Adapter benötigen. Im Zweifel ist es ratsam, sich vorab beim Fachhändler oder direkt beim Hersteller zu informieren, um Kompatibilitätsprobleme zu vermeiden.

15. Zukunftsaussichten und Entwicklungen

Der Trend zu immer größeren Übersetzungsbandbreiten und leichteren, leistungsfähigeren Antriebssystemen wird sich auch in Zukunft fortsetzen. SRAM hat mit XD und XDR zwei Standards geschaffen, die heute sowohl im Offroad- als auch im Road-Bereich kaum mehr wegzudenken sind. Es ist davon auszugehen, dass weitere Innovationen folgen werden – etwa neue Materialien, noch leichtere Kassetten oder weiter verbesserte Kompatibilitätslösungen. Auch die Verbreitung elektronischer Schaltsysteme wird die Anforderungen an Freilaufkörper weiter verändern. Für Sie als Radsportler bedeutet das, dass es sich lohnt, auf Systeme mit möglichst breiter Kompatibilität zu setzen und sich über aktuelle Entwicklungen regelmäßig zu informieren. Die enge Zusammenarbeit zwischen Komponenten- und Laufradherstellern wird dazu beitragen, dass XD und XDR auch zukünftig als innovative Standards bestehen bleiben.

Tabelle: Unterschiede und Fakten zu SRAM XD und XDR (alphabetisch)

Hier folgt eine alphabetisch sortierte Tabelle mit wichtigen Begriffen, Eigenschaften und Details zu SRAM XD und XDR. Damit erhalten Sie einen noch besseren Überblick über Unterschiede, Gemeinsamkeiten, technische Details und Anwendungsfälle.

Begriff Beschreibung Kompatibilität/Fakten
Adapter Ermöglicht Montage einer XD-Kassette auf XDR-Freilauf (1,85 mm Distanzring) Umrüstbar, XDR-Kassette NICHT auf XD-Freilauf
Achsstandard Beeinflusst nicht den XD/XDR-Freilauf selbst, sondern nur die Nabenkompatibilität Verschiedene Achsstandards möglich
Anwendungsbereich XD: Mountainbike, XDR: Road, Gravel, Cyclocross Disziplinspezifische Wahl
Bandbreite 10er-Ritzel ermöglicht breite Übersetzungsspanne Vorteil für 1x-Antriebe
Demontage Über zentrale Verschraubung, mit passendem Werkzeug Gleiche Handhabung bei beiden
Distanz XDR ist exakt 1,85 mm länger als XD Adapter gleicht Längendifferenz aus
Einsatzbereich XD: MTB-Kassetten, XDR: Road/Gravel-Kassetten mit kleinem Ritzel (10 Zähne) Adaptiert auf moderne Schaltsysteme
Freilaufkörper XD: Kürzer, XDR: Länger Beide mit identischem Verzahnungsprofil
Gewicht Gering dank kompakter Bauweise und leichten Monoblock-Kassetten Vorteil gegenüber klassischen Systemen
Kassettenkompatibilität XD: Nur mit XD, XDR: Nur mit XDR, mit Adapter auch XD-Kassette auf XDR XDR-Kassette nicht auf XD-Freilauf
Laufradhersteller Bieten fast alle großen Marken, Nachrüstoptionen verfügbar Auch Hybrid-Freilaufkörper erhältlich
Material Meist Aluminium, zum Teil Titan oder spezielle Stähle für höhere Haltbarkeit Hochwertige Verarbeitung
Montage Gleiches Prinzip, Adapter bei XD auf XDR nötig Einfache Umrüstung, werkzeugbasierte Fixierung
Nabengeometrie Muss für XD oder XDR geeignet sein Kompatibilität vorher prüfen
Preis Im High-End-Bereich, Kassetten und Freilaufkörper kostenintensiver als Standard-Modelle Investition in Leistung und Bandbreite
Rennrad XDR ist Standard im Road- und Gravelbereich, viele neue Gruppen setzen darauf Für SRAM AXS und viele 12-fach Systeme
Ritzelanzahl XD meist 11/12-fach, XDR 12- oder 13-fach Neue Entwicklungen mit mehr Gängen möglich
Schaltsystem XD für MTB 1x12, XDR für Road/Gravel 1x13 und 2x13 Unterschiedliche Kettenbreiten und Ritzelabstände
Schnellspanner/Steckachse Unabhängig vom Freilaufstandard, aber wichtig für Nabenkompatibilität Beide Systeme für Schnellspanner oder Steckachse erhältlich
SRAM Hersteller und Entwickler beider Systeme, prägt den Markt maßgeblich Marktführend bei Innovationen
Übersetzungsbereich Große Bandbreite durch 10er-Ritzel und große Kassetten Perfekt für moderne 1x- und 2x-Antriebe
Upgradefähigkeit Viele Naben lassen sich nachträglich auf XD oder XDR umrüsten Je nach Hersteller teils werkzeuglos möglich
Verzahnung XD und XDR verwenden identische Verzahnung und Befestigung Vereinfacht Herstellung und Kompatibilität
Verschraubung Kassette wird direkt auf Freilaufkörper verschraubt, kein zusätzlicher Abschlussring nötig Sicherer Halt und einfaches Handling
Verschleiß Beide Systeme sind robust und langlebig, Austausch bei hoher Laufleistung ratsam Ersatzteile meist gut verfügbar
XDR Road-spezifische, verlängerte Variante des XD-Freilaufkörpers Für moderne Rennrad- und Gravel-Gruppen
XD Standard für Mountainbikes, kompakte Bauweise für große Bandbreiten Für moderne 1x-MTB-Antriebe
Zukunftssicherheit Breite Marktunterstützung, viele Neuheiten setzen auf XD/XDR Empfehlenswert für Neuinvestitionen
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