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Warum haben Kettenblätter Steighilfen?

Warum haben Kettenblätter Steighilfen?

Die mittleren und äußeren Kettenblätter sind so gut wie immer mit sogenannten Steighilfen ausgestattet. Die Steighilfe wird oft auch Schalthilfe genannt. Wie die beiden Bezeichnungen es schon andeuten, sorgt dieses kleine Feature an dem Kettenblatt dafür, bei Kettenschaltungen den Schaltvorgang am Kettenblatt zu erleichtern.

Auf der Innenseite des Kettenblattes sind die Steighilfen in Form von angenieteten Zähnen und zusätzlich mit gefrästen oder gepressten Rampen oder Wölbungen ausgestattet. Die Zähne und Rampen an den Kettenblättern sorgen dafür, dass die Fahrradkette beim Schalten auf ein größeres Kettenblatt "klettern" kann. Wie bereits erwähnt haben immer nur die höheren, also mittleren und äußeren Kettenblätter diese Steighilfen, da diese nur beim Hochschalten nützlich sind, nicht beim Herunterschalten. Die inneren Kettenblätter werden also immer ohne Steighilfen gefertigt.

Die Zähne der Steighilfe heben die Fahrradkette leicht an, damit sie besser auf die Zähne des größeren Kettenblattes gelegt wird. Die Rampen bzw. Wölbungen sorgen dafür, dass die Kette wie in einer Führungsrinne auf die Zähne gelenkt wird.
Moderne Kettenblätter mit Steighilfen sorgen also für ein schnelleres, leiseres und leichteres Schalten, auch unter Belastung, also beim Treten.

Die Hersteller geben Ihren Steighilfen auch besondere Bezeichnungen. Beim großen Markenhersteller Shimano heißt das Steighilfen-System "Superglide (HG)", SRAM nennt sie "Powerglide" und bei Campagnolo "Ultra-Drive".