Welche verschiedenen Arten an Fahrradständern gibt es? | Ständer | Ratgeber |

Welche verschiedenen Arten an Fahrradständern gibt es?

Seitenständer für Fahrräder

Für Ihr Bike können Sie im Handel viele verschiedene Fahrradständer kaufen, um das Fahrrad sicher abstellen zu können. Neben verschiedenen Marken, Größen, Materialien und Farben gibt es aber auch 3 verschiedene Grundarten, die sich voneinander unterscheiden und auch ihre Vor- und Nachteile mit sich bringen. Wir erklären Ihnen nachfolgend, was es mit den verschiedenen Ständertypen auf sich hat.
Grundlegend haben wir es mit diesen Ständerarten zu tun:

  • Seitenständer
  • Hinterbauständer
  • Zweibeinständer (Doppelständer)

Worin liegen die Besonderheiten der verschiedenen Arten an Fahrradständern?

Verschiedene Arten an Fahrradständern

Die 3 verschiedenen Arten an Fahrradständern werden an unterschiedlichen Stellen am Bike befestigt und haben jeweils ihre Besonderheiten. Aber was sie alle drei beherrschen: Sie sorgen dafür, dass Sie das Fahrrad praktisch überall abstellen können ohne es irgendwo anlehnen zu müssen.

      • Seitenständer - Der Name deutet es schon an. Diese Ständerart wird seitlich am Bike montiert. Der Seitenständer wird am häufigsten eingesetzt und kann an Fahrrädern ganz leicht nachgerüstet oder ausgetauscht werden. Die Montage ist denkbar einfach und kann auch von Laien durchgeführt werden, da diese Ständerart in der Regel nur mit einer Schraube am Fahrradrahmen befestigt wird. Der Seitenfahrradständer wird meist am Mittelbau hinter dem Tretlager mit einer Adapterplatte oder Gegenplatte angeschraubt. Dieser Fahrradständer wird mit dem Fuß bzw. Schuh mit einer Bewegung nach unten hin ausgeklappt. Das Fahrrad steht dann leicht auf die Seite gekippt. Durch entsprechende Drehung des Lenkers bzw. des Vorderrades kann der Stand eines leicht beladenen Fahrrades gut ausgeglichen werden. Für hohe Zuladung an Gewicht (Gepäck etc.) ist der Seitenständer allerdings nicht geeignet und kann verbiegen oder sogar brechen.
      • Hinterbauständer - Der Name sagt es schon aus: Der Hinterbauständer wird an der unteren Rahmenstange (Kettenstrebe) des Hinterbaus am Bike montiert. Viele Fahrradrahmen bieten schon eine entsprechende Ausbuchtung (KS40 genannt) für die Aufnahme des Hinterbauständers. Diese Ständerart wird meist mit 2 Schrauben befestigt. Fehlt die KS40 Aufnahme am Rahmen, können Sie den Ständer auch mit einer Schelle montieren. Der Hinterbauständer ist deutlich stabiler als ein Seitenständer und kann aufgrund seiner Position, hinten am Bike, deutlich mehr Gewicht durch Gepäck auf dem Gepäckträger tragen und wird so auch spielend mit hoher Zuladung fertig. Mit einer Fußbewegung ist der Hinterbauständer schnell aus- und wieder eingeklappt.

verschiedenen Arten an Fahrradständern?

      • Zweibeinständer - Der sogenannte Zweibeinständer (auch Doppelständer genannt) ist in erster Linie für hohe Zuladung und sehr sicheren Stand des Bikes konzipiert. Diese Ständerart wird mittig, hinter dem Tretlager, unter dem Zweirad montiert. Wie der Name es schon andeutet, besitzt der Fahrradständer "2 Beine". Diese sorgen für einen sichereren Stand, da das Rad beim Abstellen nicht mehr auf einer Seite gekippt steht, sondern abgestellt weiterhin gerade steht, die beiden Beine das Gewicht gleichmäßig aufnehmen und so für einen sehr guten und sicheren Stand sorgen. Außerdem hebt der mittig montierte Zweibeinständer beim Ausklappen das Vorderrad leicht an. Das Fahrrad wird also, wie ein Motorroller "hochgebockt". Da das Rad beim Abstellen nicht mehr zu einer Seite gekippt wird, sondern gerade steht, ist dieser Ständer optimal für Fahrräder mit Kindersitz am Fahrradlenker geeignet. Aber auch für sehr schweres Gepäck am Bike sind die Zweiradständer optimal geeignet. Der kleine Nachteil ist, dass Sie das Fahrrad mit etwas mehr Kraftaufwand in die "Parkposition" bringen müssen und nicht wie bei den beiden anderen Ständerarten den Ständer bequem mit dem Fuß ausklappen können. Oft werden auch die recht schweren E-Bikes mit einem stabilen Zweiradständer ausgestattet.