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Einbaubreite Fahrrad-Nabe messen bzw. bestimmen Einbaubreite Fahrrad-Nabe messen bzw. bestimmen 2024-05-08T21:24:15+02:00 2025-08-25T16:49:52+02:00

Einbaubreite Fahrrad-Nabe messen bzw. bestimmen

Bei Fahrradnaben, sei es für das Vorderrad, das Hinterrad, eine Getriebenabe oder einen Nabendynamo, sind Sie wahrscheinlich schon auf den Begriff der „Einbaubreite“ gestoßen. Doch was genau bedeutet die Einbaubreite und wie lässt sie sich korrekt am eigenen Fahrrad messen?

Die Einbaubreite ist ein wichtiger technischer Parameter, der den Abstand zwischen den Ausfallenden der Fahrradgabel (bei der Vorderradnabe) oder des Rahmens (bei der Hinterradnabe) beschreibt. Dieser Abstand ist entscheidend, wenn Sie eine bestehende Nabe gegen eine neue austauschen möchten, da die neue Nabe in die vorhandenen Aufnahmebereiche des Rahmens oder der Gabel passen muss. Unterschiedliche Fahrradtypen und Nabenmodelle erfordern unterschiedliche Einbaubreiten, weshalb es von großer Bedeutung ist, die korrekte Breite zu kennen, um eine fehlerfreie Montage zu gewährleisten. Ein falscher Wert kann dazu führen, dass die neue Nabe nicht korrekt eingesetzt werden kann, was sowohl die Sicherheit als auch die Funktionalität des Fahrrads beeinträchtigen würde.

Um die Einbaubreite an Ihrem Fahrrad zu messen, empfiehlt es sich, zunächst das Vorderrad oder Hinterrad auszubauen. Der Abstand lässt sich dann am besten mit einem Lineal, einem Zollstock oder idealerweise mit einem Messschieber ermitteln, da letzterer eine präzise und verlässliche Messung ermöglicht. Messen Sie den Abstand zwischen den inneren Kanten der Ausfallenden, wobei Sie darauf achten sollten, dass das Messwerkzeug gerade und gleichmäßig ausgerichtet ist, um exakte Werte zu erhalten.

Die korrekte Messung und Auswahl der passenden Einbaubreite ist besonders wichtig, wenn Sie Komponenten wie Naben, Laufräder oder Achsen ersetzen oder upgraden möchten. Nur so stellen Sie sicher, dass alle Teile nahtlos zusammenpassen und eine einwandfreie Funktionalität gewährleistet ist.

So messen Sie die Einbaubreite vorne

Um die Einbaubreite vorne zu bestimmen, messen Sie den Abstand zwischen den beiden Ausfallenden der Gabel. Es ist wichtig, dass Sie die Gabel an den Innenkanten messen.

So messen Sie die Einbaubreite hinten

Um die Einbaubreite hinten zu bestimmen, messen Sie den Abstand zwischen den beiden Ausfallenden des Rahmens. Messen Sie unbedingt von Innenkante zu Innenkante, um das richtige Maß zu erhalten.

Alternative Messmethode zur Ermittlung der Einbaubreite vorne und hinten

Anstatt den Abstand der Innenkanten der Ausfallenden der Gabel oder des Rahmens zu messen, besteht auch die Möglichkeit, die bestehende Nabe direkt zu vermessen. Dies kann insbesondere dann nützlich sein, wenn Sie die genaue Einbaubreite der Nabe ermitteln möchten, ohne die Ausfallenden des Rahmens oder der Gabel zu messen. Zur präzisen Messung empfiehlt es sich, einen Messschieber zu verwenden, da dieser eine hohe Genauigkeit bietet. Alternativ können Sie auch ein Lineal verwenden, wobei hier die Messgenauigkeit möglicherweise nicht ganz so präzise ist, da ein Lineal in der Regel weniger exakt als ein Messschieber ist. In vielen Fällen ist jedoch eine millimetergenaue Messung nicht unbedingt erforderlich, da für viele Fahrräder bestimmte Standardbreiten existieren.

Um die Einbaubreite korrekt zu ermitteln, messen Sie den Abstand zwischen den beiden Anliegeflächen der Nabe. Diese sind die Flächen, die beim Einbau der Nabe an den Ausfallenden des Rahmens oder der Gabel anliegen. Bei der Messung sollten Sie jedoch darauf achten, dass Sie bei Naben mit 5 mm Schnellspannern die Achsstummel (die Enden der Nabe, an denen die Schnellspannachse montiert wird) nicht mit einbeziehen. Diese haben keinen Einfluss auf die Einbaubreite und könnten das Messergebnis verfälschen. Indem Sie nur die eigentlichen Anliegeflächen der Nabe messen, erhalten Sie den korrekten Wert für die Einbaubreite, der Ihnen hilft, eine passende Nabe für den Austausch oder ein Upgrade auszuwählen.

Gängige Einbaubreiten bei Fahrradnaben

Nachfolgend listen wir Ihnen die gängigsten Standard-Einbaubreiten bei Naben auf. Es gibt allerdings auch allerhand exotische "Zwischengrößen", die aber eher selten anzutreffen sind:

Vorderrad (Durchmesser x Breite)

  • 5 x 100 mm (Schnellspanner) - wird manchmal 9 x 100 mm genannt
  • 9 x 100 mm (Steckachse)
  • 12 x 100 mm (Steckachse)
  • 12 x 110 mm (Steckachse)
  • 15 x 100 mm (Steckachse)
  • 15 x 110 mm (Steckachse)
  • 20 x 110 mm (Steckachse)

Hinterrad für Kettenschaltung (Durchmesser x Breite)

  • 5 x 130 mm (Schnellspanner)
  • 5 x 135 mm (Schnellspanner)
  • 10 x 135 mm (Steckachse)
  • 12 x 135 mm (Steckachse)
  • 12 x 142 mm (Steckachse)
  • 12 x 148 mm (Steckachse)
  • 12 x 150 mm (Steckachse)
  • 12 x 157 mm (Steckachse)

Hinterrad mit Nabenschaltung (Durchmesser x Breite)

  • 120 mm (3-Gang Shimano)
  • 127 mm (7-Gang mit Rücktrittbreme Shimano)
  • 127,4 mm (3-Gang Shimano)
  • 130 mm (7-Gang Freilauf / Rollenbremse Shimano)
  • 132 mm (8-Gang Rücktrittbremse 8 Freilauf / Rücktrittbremse Shimano)
  • 135 mm (für Scheibenbremse z.B. Shimano Alfine und Rohloff)

Beispiele, wie Sie die Einbaubreite richtig messen und wie Sie nicht messen sollten

So messen Sie die Einbaubreite richtig:

einbaubreite-fahrradnabe-messen-1

Messung mit Messschieber innerhalb der Nabe
zwischen den Anliegeflächen

einbaubreite-fahrradnabe-messen-2

Messung mit Messschieber zwischen den Anliegeflächen
(bei Schnellspanner ohne die Achsstummel messen)

einbaubreite-fahrradnabe-messen-3

Messung mit Zollstock zwischen den Innenseiten des hinteren Ausfallendes

einbaubreite-fahrradnabe-messen-4

Messung mit Messschieber den Innenseiten des hinteren Ausfallendes

einbaubreite-fahrradnabe-messen-5

Messung mit Zollstock zwischen den Innenseiten der Fahrradgabel

 


So bitte die Einbaubreite NICHT messen:

einbaubreite-fahrradnabe-messen-6

So nicht: Messung mit Zollstock durch die Speichen des Vorderrades wird viel zu ungenau

einbaubreite-fahrradnabe-messen-7

So nicht: Messung mit Zollstock durch die Speichen des Hinterrades wird viel zu ungenau





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